Sivers Semiconductors und GlobalFoundries wollen gemeinsam den Markt für KI-Rechenzentren aufmischen. Die schwedische Halbleiterfirma integriert ihre Laser-Arrays in die Silicon-Photonics-Plattform des US-Chipfertigers. Das Ziel: optische Verbindungstechnik für die nächste Generation von KI-Infrastruktur.
Was hinter der Partnerschaft steckt
Konkret sollen Sivers‘ Laser-Arrays in GlobalFoundries‘ SCALE-Plattform fließen. Diese Lösung kombiniert integrierte Photonik mit Wellenlängenmultiplex-Technologie und moderner Packaging-Technik. Damit lassen sich Bandbreitendichte und Skalierbarkeit in Rechenzentren deutlich steigern.
Die Partnerschaft zielt auf zwei Schlüsselarchitekturen: Co-packaged Optics (CPO) und Linear Pluggable Optics (LPO). Beide gelten als zentrale Bausteine für Hochgeschwindigkeits-Datenverbindungen in Hyperscale-Rechenzentren. Der Markt für steckbare Optik allein soll bis 2030 auf 25 Milliarden Dollar wachsen.
Raymond Biagan, Chief Revenue Officer bei Sivers, sieht beide Unternehmen damit an der Spitze der Silicon-Photonics-Innovation. Vikas Gupta, Senior Fellow bei GlobalFoundries, betonte den Rückenwind durch die wachsende Nachfrage aus KI-Rechenzentren.
Kurs zwischen Rally und Rücksetzer
Die Aktie reagiert auf die Nachricht mit einem Minus von rund fünf Prozent auf 7,95 Euro. Das überrascht auf den ersten Blick — schließlich hat der Kurs in den vergangenen 30 Tagen fast 60 Prozent zugelegt. Kein Wunder, dass nach einer solchen Bewegung Gewinnmitnahmen einsetzen.
Der Blick auf das Gesamtbild ist bemerkenswert: Noch im März notierte die Aktie bei 0,27 Euro. Seitdem hat sie sich mehr als verzwanzigfacht. Das 52-Wochen-Hoch von 10,23 Euro stammt vom gestrigen Handelstag — der aktuelle Kurs liegt rund 22 Prozent darunter. Die annualisierte Volatilität von über 240 Prozent zeigt, wie spekulativ das Papier weiterhin ist.
Die Partnerschaft mit GlobalFoundries liefert nun eine fundamentale Begründung für die Bewertung. Ob der Kurs das einlösen kann, hängt davon ab, wie schnell konkrete Produktdesigns folgen und wann erste Umsätze aus der Zusammenarbeit sichtbar werden.
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