Silber: Das sechste Defizitjahr in Folge!

Der globale Silbermarkt verzeichnet 2026 das sechste strukturelle Defizit in Folge, das auf 46,3 Millionen Unzen anwachsen soll.

Auf einen Blick:
  • Silbermarkt-Defizit weitet sich 2026 auf 46,3 Millionen Unzen aus
  • 762 Millionen Unzen seit 2021 aus Inventaren abgezogen
  • Philip Newman von Metals Focus warnt vor erneutem Squeeze
  • Silber notiert knapp unter 80 Dollar je Unze

762 Millionen Unzen. So viel Silber wurde seit 2021 aus den weltweiten Lagerbeständen gezogen, weil Angebot und Nachfrage schlicht nicht zusammenpassen. Nun steht das sechste Defizitjahr in Folge bevor, und es wird größer, nicht kleiner. Das Silver Institute und die Londoner Beratungsfirma Metals Focus rechnen damit, dass das globale Silbermarkt-Defizit von 40,3 Millionen Unzen im Jahr 2025 auf 46,3 Millionen Unzen im Jahr 2026 anwächst.

Dabei fällt die Gesamtnachfrage sogar um rund zwei Prozent, weil Industrie und Schmucksektor schwächeln. Stärker laufen hingegen Münzen und Barren. Das reicht nicht, um das strukturelle Ungleichgewicht aufzulösen.

Letzten Oktober hat es schon einmal gekracht

Philip Newman, Managing Director bei Metals Focus, erinnert daran, dass der Markt im Oktober letzten Jahres bereits einen Liquiditätsengpass erlebt hat. Seitdem hat sich die Lage etwas entspannt: Metall floss aus den USA zurück in andere Märkte, silbergedeckte ETPs verzeichneten Abflüsse, und die indische Nachfrage ließ nach. „Aber das Risiko eines erneuten Liquiditätsengpasses bleibt in diesem Jahr bestehen“, sagt Newman.

Die Bedingungen für einen neuen Squeeze entstehen laut Newman dann wieder, wenn der Preis volatiler wird, die indische Nachfrage anzieht und gleichzeitig Zuflüsse in ETPs erfolgen, die ihr Metall in London lagern. Das klingt nach einer langen Liste von Voraussetzungen. Aber jede einzelne davon ist realistisch.

Silber/US-Dollar Chart

Knapp 80 Dollar, und der Dollar schwächelt

Comex-Silber für April-Lieferung notierte zuletzt bei 79,491 Dollar je Unze, ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Gold schloss bei 4.800 Dollar je Unze, ein halbes Prozent im Minus. Die Analysten der Saxo Bank sehen den schwächeren Dollar als Stütze für die Edelmetalle, warnen aber: Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben hängt von weiteren konstruktiven Entwicklungen im Nahen Osten ab. Konkret: von den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran, die zuletzt Hoffnung auf eine Entspannung bei den Energiepreisen geweckt haben.

Sechs Jahre strukturelles Defizit, 762 Millionen Unzen weniger in den Lagern, und der Markt steht kurz vor 80 Dollar. Wer jetzt noch auf „ausreichend Puffer“ setzt, sollte sich die Inventarzahlen noch einmal genau ansehen.

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