Silber Preis: Saudi-Arabien entlastet Ölmarkt

Symbolbild, KI-generiert

Silber verlor an der COMEX 1,2 Prozent. Nachlassender Öldruck und hohe US-Renditen erschweren dem Edelmetall die Stabilisierung.

Auf einen Blick:
  • Silber schließt 1,2 Prozent schwächer
  • WTI gibt 3,2 Prozent nach
  • Kurs bleibt unter 50-Tage-Durchschnitt
  • 62-Dollar-Marke als mögliche Unterstützung

Eine spürbare Entspannung an den internationalen Energiemärkten prägt das Umfeld für Edelmetalle. Nachdem Saudi-Arabien Schritte zur Wiederherstellung wichtiger Transportwege meldete, gaben die Rohölnotierungen nach und nahmen vorübergehend Druck aus den Inflationserwartungen. Gleichzeitig zeigte sich das Marktumfeld für Silber abwartend: Am Mittwoch schloss das Metall an der COMEX mit einem Minus von 1,2 Prozent bei 63,43 USD je Feinunze.

Notenbankchef Warsh begründete den einstimmigen Schritt mit dem anhaltenden Teuerungsdruck und stellte klar, dass die geldpolitischen Bedingungen die Rückkehr zum Ziel von zwei Prozent Inflation unterstützen müssen.

Rohstoffmärkte unter veränderten Vorzeichen

Entlastungssignale kamen vor allem von der Angebotsseite des Ölmarktes. Berichten zufolge will Saudi-Arabien rund die Hälfte der Kapazität der beschädigten Ost-West-Pipeline innerhalb weniger Tage wiederherstellen. Die Aussicht auf zusätzliche Lieferungen drückte die US-Sorte WTI am Mittwoch um 3,2 Prozent ins Minus.

Für den Silbermarkt wirkt diese Entwicklung zweischneidig. Sinkende Energiepreise verringern die akuten Teuerungssorgen der Industrie, schwächen jedoch zugleich das Argument für Edelmetalle als kurzfristige Absicherung gegen einen weiteren Preisschub. Da die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen mit Werten um 5,00 Prozent weiterhin ein hohes Zinsniveau widerspiegelt, bleibt der Gegenwind durch zinstragende Anlageformen spürbar.

Charttechnische Marken im Blick

In diesem veränderten Zins- und Rohstoffumfeld ringt Silber um Stabilität. Der aktuelle Kursstand liegt mit einem Abstand von minus 0,8 Prozent nur knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 63,92 USD.

Branchenbeobachter achten nun darauf, ob die Marke um 62 USD den Notierungen ausreichend Halt bieten kann. Sollte die Kombination aus festerem Dollar und anhaltend straffer US-Geldpolitik die Nachfrage weiter dämpfen, drohen zusätzliche Abgaben im Rohstoffsektor. Stabilisieren sich dagegen die Energiepreise auf dem ermäßigten Niveau, könnte dies auch den industriellen Abnehmern von Silber wieder mehr Planungssicherheit verschaffen.

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