Silber Preis: Falken-Stimmen bei der Fed?

Symbolbild, KI-generiert

Fed-Zinspause und zwei Stimmen für höhere Zinsen belasten Silber, während Sucden für 2026 ein Marktdefizit erwartet.

Auf einen Blick:
  • Silber schloss bei 53,88 US-Dollar
  • Zwei Fed-Mitglieder votierten für Zinserhöhung
  • Sucden erwartet 46 Millionen Unzen Defizit
  • Solarbranche könnte Silberverbrauch je Modul senken

Die heutige Zinspause der Federal Reserve nimmt dem Silbermarkt das Zinsrisiko nicht. Die US-Notenbank ließ den Leitzins trotz anhaltend hoher Inflation unverändert. Lisa Cook und Beth Hammack stimmten jedoch für eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte. Damit stehen den erwarteten Angebotsengpässen weiterhin geldpolitische Belastungen gegenüber.

Für Anleger kommt es deshalb nicht allein darauf an, ob weniger Silber verfügbar wird. Entscheidend ist auch, ob Inflation und Zinserwartungen die Nachfrage nach dem unverzinsten Edelmetall weiter bremsen.

Zinspause ist kein Entspannungssignal

Höhere Renditen und ein festerer Dollar gelten dabei als Belastungsfaktoren für Silber. Die heutige Entscheidung beseitigt diesen Zusammenhang nicht: Eine Zinssenkung blieb aus, während zwei Stimmen auf eine weitere Straffung drängten.

Der Silberpreis schloss heute bei 53,88 USD je Feinunze und verzeichnete mit -0,9% einen weiteren Tagesverlust. Eine nachhaltige Entlastung durch die unveränderten Leitzinsen lässt sich daraus nicht ablesen.

Den nächsten wichtigen Prüfstein liefert der für den 29. Oktober angekündigte PCE-Inflationsbericht für September. Die Veröffentlichung könnte die Erwartungen zum weiteren geldpolitischen Kurs verändern. Eine mögliche Zinserhöhung im Dezember bleibt dabei ein Thema der Marktberichte.

Angebotslücke stützt die längerfristige Perspektive

Auf der Angebotsseite zeichnet sich ein anderes Bild ab. Sucden Financial bezifferte am Montag die für 2026 erwartete Minenproduktion auf 844 Mio. Unzen. Das wären 0,3% weniger als im Vorjahr. Zugleich erwartet das Haus ein Marktdefizit von 46 Mio. Unzen.

Diese Prognose spricht für eine angespannte Versorgung, ist aber noch keine Garantie für steigende Preise. Sucden verwies außerdem auf sinkende registrierte COMEX-Bestände und begrenzte frei verfügbare Londoner Bestände. Damit richtet sich der Blick neben der Jahresproduktion auch auf die Verfügbarkeit vorhandenen Metalls.

Nach Daten der CME Group lagen gestern insgesamt 337,2 Mio. Feinunzen in zugelassenen Lagerhäusern. Davon entfielen 99,8 Mio. Feinunzen auf die Kategorie „registered“ und 237,4 Mio. Feinunzen auf „eligible“.

Nachfrage entscheidet über die Erholung

Das Angebotsargument steht zudem unter einem Nachfragevorbehalt. Reuters verwies am Montag auf Risiken aus der Solarbranche: Hersteller könnten den Silberverbrauch je Modul reduzieren oder Ersatzmaterialien einsetzen. Eine knappe Versorgung muss deshalb zusammen mit möglichen Einsparungen betrachtet werden.

UBS Global Wealth Management prognostizierte am Samstag einen Silberpreis von 70,00 US-Dollar je Unze bis Dezember 2026. Als Stützen nannte das Haus die Nachfrage durch KI-Infrastruktur und strukturelle Angebotsdefizite.

Die Einschätzung ist ausdrücklich mit Risiken verbunden. UBS verwies auf länger anhaltende Zinserhöhungen, eine globale Konjunkturabkühlung und industrielle Substitution. Für Silber bleibt die erwartete Angebotslücke damit ein längerfristiges Argument. Kurzfristig müssen jedoch die Inflationsdaten und die Nachfrageentwicklung eine Erholung tragen.

Silber-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber-Analyse vom 28. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Silber-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Hinweis: Teile dieses Artikels wurden mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)