Silber Preis: 88,28 Dollar nach Trump-Peking-Ankunft

Silber profitiert von Hoffnung auf entspanntere Lieferketten und wachsendem Angebotsdefizit. Das Industriemetall zeigt sich robust.

Auf einen Blick:
  • Silberpreis steigt auf 88,28 Dollar
  • Hoffnung auf Peking-Abkommen treibt Kurs
  • Angebotsdefizit erreicht 215 Millionen Unzen
  • Fed-Wechsel lenkt Kapital in Sachwerte

US-Präsident Donald Trump ist in Peking eingetroffen, und der Silbermarkt reagiert prompt. Mit einem Plus von knapp zwei Prozent klettert das Edelmetall am Mittwoch auf 88,28 US-Dollar pro Feinunze. Damit endet eine wochenlange Konsolidierungsphase. Die Anleger positionieren sich für das anstehende Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping am Donnerstag.

Industrie statt sicherer Hafen

Die Kursgewinne spiegeln die Hoffnung auf entspanntere transpazifische Lieferketten wider. Etwa 60 Prozent der weltweiten Silbernachfrage stammen aus der Industrie. Besonders die Halbleiterfertigung und die Elektromobilität sind auf das Metall angewiesen. Ein mögliches Abkommen über Exportkontrollen für kritische Rohstoffe könnte diesen Sektor massiv stützen.

Marktbeobachter blicken in diesem Kontext auf das Gold-Silber-Verhältnis. Die Kennzahl rutschte zuletzt auf 55,46 ab. Diese Entwicklung signalisiert eine klare Verschiebung. Silber wird aktuell weniger als krisensicherer Hafen gesucht, sondern vielmehr als strategisches Industriemetall gekauft.

Das physische Defizit wächst

Flankiert wird die Rally von handfesten Fundamentaldaten. Der jüngste Bericht des Silver Institute beziffert das globale Angebotsdefizit auf 215 Millionen Unzen. Damit übersteigt die weltweite Nachfrage das Angebot aus Minen und Recycling bereits das sechste Jahr in Folge.

Die Folgen für den physischen Markt sind gravierend. In den vergangenen fünf Jahren schmolzen die oberirdischen Lagerbestände um mehr als 760 Millionen Unzen ab. Diese zunehmende Verknappung etabliert eine solide Preisuntergrenze für das Edelmetall.

Inflation und Notenbank-Wechsel

Auf makroökonomischer Ebene sorgen die US-Erzeugerpreise für zusätzliche Dynamik. Die April-Daten fielen höher aus als erwartet und untermauern den anhaltenden Inflationsdruck. Normalerweise dämpft die Aussicht auf restriktivere Zinsen den Silberpreis. Aktuell zeigt sich das Metall jedoch erstaunlich widerstandsfähig.

Dazu trägt die personelle Neuaufstellung der US-Notenbank bei. Am Freitag übergibt Jerome Powell den Fed-Vorsitz an Kevin Warsh. Diese anstehende Amtsübergabe erzeugt eine monetäre Unsicherheit, die Kapital in Sachwerte lenkt. Selbst ein erstarkender US-Dollar konnte den Silberpreis am Mittwoch nicht ausbremsen.

Charttechnisch hat Silber einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der Widerstand bei 86 US-Dollar wurde im Tagesverlauf nachhaltig durchbrochen. Bestätigen die diplomatischen Gespräche in Peking am Donnerstag die Hoffnungen der Industrie, ist der Weg für weitere Kurszuwächse frei.

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