Silber Preis: 62 Dollar nach Jobdaten-Schock

Schwache US-Arbeitsmarktdaten senken die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen und stützen den Silberpreis bei rund 62 Dollar.

Auf einen Blick:
  • Silberpreis stabilisiert sich bei 62 Dollar
  • Schwacher US-Jobmarkt senkt Zinserwartungen
  • Fed-Chef Warsh zeigt sich vorsichtig optimistisch
  • Fallende Ölpreise dämpfen Inflationsdruck

Ein schwacher Arbeitsmarkt in den USA treibt den Silberpreis. Die Notierungen stabilisieren sich am Dienstag bei rund 62 US-Dollar je Feinunze. Der Grund dafür liegt in einer raschen Neubewertung der US-Geldpolitik. Händler streichen weitere Zinserhöhungen zunehmend aus ihren Büchern.

Schwache Jobdaten drücken Zinserwartung

Die US-Beschäftigung stieg im Vormonat lediglich um 57.000 Stellen. Volkswirte hatten fast doppelt so viele neue Jobs erwartet. Die Folge: Die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinsanhebung fiel laut der CME Group auf 50 Prozent. Zuvor lag dieser Wert noch bei 66 Prozent.

Auch für das nächste Fed-Treffen preisen Investoren einen Zinsschritt zunehmend aus. Die Wahrscheinlichkeit dafür sackte binnen einer Woche auf rund 25 Prozent ab. Passend dazu äußerte sich Fed-Chef Kevin Warsh vorsichtig optimistisch. Die Inflationserwartungen schwächen sich laut Warsh ab. Parallel dazu betonte er das feste Bekenntnis der US-Notenbank zur Preisstabilität.

Dollar und Ölpreis mischen mit

Trotz der Zins-Fantasie erlebte Silber am Montag einen kleinen Rücksetzer. Der Preis fiel kurzzeitig um über ein Prozent. Ein leicht erstarkter US-Dollar bremste die Edelmetalle aus. Zuvor hatte die US-Währung noch kräftig nachgegeben. Hinzu kommt eine wichtige Entwicklung am Energiemarkt. Die Ölpreise fallen spürbar.

Die Energieflüsse durch die Straße von Hormus haben sich erholt. Obendrein plant das Kartell OPEC+ ein höheres Angebot. Günstigeres Öl dämpft die allgemeine Teuerung. Das stützt wiederum das Szenario einer lockeren Geldpolitik.

Die nächste Richtungsentscheidung steht unmittelbar bevor. Am Mittwoch veröffentlicht die US-Notenbank ihr jüngstes Sitzungsprotokoll. Liefert das Dokument klare Hinweise auf eine anhaltend zurückhaltende Zinspolitik, dürfte dies die Zinserwartungen weiter drücken. In diesem Szenario erhält der Silberpreis direkten Rückenwind.

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