Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
der vergangene Freitag wird in die Börsengeschichte eingehen. An diesem Tag erlebte Silber den größten prozentualen Einbruch seit 1980. Der Preis stürzte um 31 Prozent auf 85 Dollar je Unze ab. Was zuvor wie eine unaufhaltsame Rally aussah, endete in einem spektakulären Zusammenbruch. Doch während Panikverkäufe die Märkte erschütterten, könnte sich für strategisch denkende Anleger eine unerwartete Gelegenheit auftun.
Die Kursexplosion bei Silber hatte in den Monaten zuvor alle Erwartungen übertroffen. Allein in den ersten Wochen des Jahres 2026 legte das Edelmetall fast 50 Prozent zu. Der Preis erreichte zeitweise 120 Dollar je Unze. Über ein Jahr gerechnet hatte sich der Silberpreis verdreifacht. Die Euphorie war greifbar, doch sie war nicht von Dauer. Der dramatische Absturz wirft nun die entscheidende Frage auf: War dies das Platzen einer Spekulationsblase oder eine gesunde Korrektur in einem intakten Aufwärtstrend?
Die fundamentale Ausgangslage bleibt stark
Trotz der heftigen Preisbewegungen haben sich die grundlegenden Marktbedingungen für Silber nicht verändert. Das Angebotsdefizit bleibt bestehen und beläuft sich aktuell auf rund 200 Millionen Unzen jährlich. Dies entspricht etwa 20 Prozent der gesamten Nachfrage. Die industrielle Verwendung von Silber wächst kontinuierlich, getrieben durch Technologien wie Solarenergie und Elektronik. In Solarmodulen macht Silber mittlerweile 30 Prozent der Produktionskosten aus, verglichen mit nur fünf Prozent vor zwei Jahren.
Die Investmentnachfrage stellt einen weiteren wichtigen Preistreiber dar. Besonders in Asien zahlen Anleger Aufpreise gegenüber den Notierungen in New York und London. Der sogenannte „Debasement Trade“ spielt dabei eine zentrale Rolle. Anleger suchen Schutz vor der schleichenden Entwertung von Fiatwährungen. Chronische Haushaltsdefizite in den USA und eine möglicherweise steigende Inflation verstärken diese Tendenz. Gold profitiert primär von diesem Trend, doch Silber folgt als „Gold auf Steroiden“ mit noch stärkeren Ausschlägen.
Silberminen als strategischer Zugang zum Markt
Während der Silberpreis extrem volatil bleibt, präsentieren sich die Aktien der Minenbetreiber als potenziell stabilere Alternative. Die Minenaktien sind dem Preisanstieg bei Silber in den vergangenen Monaten deutlich hinterhergehinkt. Der größte Silberminen-ETF, der Global X Silver Miners, verzeichnete bis Ende Januar 2026 lediglich einen Anstieg von 20 Prozent. Am Freitag des Crashs fiel der ETF um 14 Prozent, während Silber über 30 Prozent einbrach. Diese relative Stabilität könnte darauf hindeuten, dass die Aktien bereits konservativer bewertet sind.
Die durchschnittlichen Produktionskosten der Silberminen liegen zwischen 20 und 25 Dollar je Unze. Selbst bei einem Silberpreis von 85 Dollar nach dem Crash bleiben die Gewinnmargen außergewöhnlich hoch. Analysten schätzen, dass die Minenaktien derzeit einen Silberpreis einpreisen, der 15 bis 20 Prozent unter dem Spotpreis liegt. Dies schafft einen Puffer gegen weitere Volatilität. Zudem bieten die Minenbetreiber operativen Leverage: Ihre Gewinne steigen überproportional zum Silberpreis.
Das Jahr 2026 dürfte für die Silberproduzenten finanziell außergewöhnlich erfolgreich werden. Die Gewinne werden deutlich über denen von 2025 liegen, als Silber im Durchschnitt 40 Dollar kostete. Im Jahr 2024 operierte die Branche noch nahezu an der Gewinnschwelle. Die nun erwartete Margenexpansion und der freie Cashflow sind historisch beispiellos.
Die wichtigsten Akteure am Silbermarkt
Fresnillo aus Mexiko ist der weltweit größte Silberproduzent mit einer prognostizierten Förderung von 44 Millionen Unzen im laufenden Jahr. Das Unternehmen betreibt vier Silberminen in Mexiko. Etwa 45 Prozent der Produktion entfällt auf Silber, der Rest überwiegend auf Gold.
Hecla Mining ist der größte Silberproduzent in den USA und Kanada. Das Unternehmen legt Wert auf diese sicheren Jurisdiktionen. Etwa 50 Prozent der Einnahmen stammen aus Silber. Unter CEO Robert Krcmarov, der im November 2024 seine Position antrat, durchläuft das Unternehmen einen Turnaround. Die Produktionsprognose für 2026 liegt bei knapp 16 Millionen Unzen.
Coeur Mining wird nach der geplanten Fusion mit New Gold etwa 25 Prozent seiner Einnahmen aus Silber generieren. Das Unternehmen erwartet für 2026 einen freien Cashflow von zwei Milliarden Dollar. Rund 80 Prozent der Produktion stammen aus den USA und Kanada.
First Majestic mit Sitz in Vancouver betreibt Minen in Mexiko und bietet mit etwa 60 Prozent Silberanteil am Umsatz die höchste Exposition unter den großen Produzenten. Das Unternehmen ist bei Privatanlegern besonders beliebt. Allerdings bringt die Konzentration auf Mexiko politische Risiken mit sich, auch wenn die aktuelle Regierung der Bergbauindustrie wohlwollender gegenübersteht als die Vorgängerregierung.
Pan American Silver gehört zu den größten Silberproduzenten mit einer geschätzten Förderung von 26 Millionen Unzen im laufenden Jahr. Das Unternehmen erwirtschaftet etwa 40 Prozent der Einnahmen aus Silber. Die Aktie wird mit dem 20-fachen der geschätzten Gewinne für 2026 gehandelt, was einen Abschlag zur Vergleichsgruppe darstellt.
Alternative Zugänge ohne operatives Risiko
Für Anleger, die Silberexposition ohne die operativen Risiken des Bergbaus suchen, bieten sich Streaming-Unternehmen wie Wheaton Precious Metals an. Streamer investieren in Minen und erhalten im Gegenzug einen Anteil der jährlichen Produktion zu günstigen Preisen. Wheaton verfügt über mehr Silberexposition als andere große Streaming-Unternehmen und ist mit einer Marktkapitalisierung von 70 Milliarden Dollar das größte verfügbare Silberinvestment.
Der Vorteil der Streaming-Struktur liegt in der Eliminierung eines wesentlichen Risikos: steigende Produktionskosten. Dadurch handeln Streamer typischerweise zu höheren Bewertungen als Minenbetreiber. Wheaton wird mit dem 40-fachen der geschätzten Gewinne für 2026 bewertet. Das Unternehmen bietet jedoch eine Wachstumsstory mit prognostiziertem Produktionsanstieg auf 950.000 Goldäquivalent-Unzen jährlich von 2030 bis 2034, verglichen mit etwa 635.000 Unzen im Jahr 2025.
Risiken bleiben bestehen
Der Bergbau ist kein einfaches Geschäft. Operationale Herausforderungen, schwierige Genehmigungsverfahren und die Notwendigkeit, Reserven zu ersetzen, belasten die Branche. Viele Silberminen befinden sich in Lateinamerika, wo sich politische Rahmenbedingungen schnell ändern können. Hohe Preise könnten außerdem eine Angebotsreaktion auslösen.
Die Gold-Silber-Ratio liegt aktuell bei über 55. Der historische Durchschnitt der vergangenen 50 Jahre beträgt 65. Der starke Anstieg der Ratio am Freitag könnte signalisieren, dass das Schlimmste für Silber überstanden ist.
Minenaktien als strategische Position
Der dramatische Silber-Crash hat die Exzesse einer überhitzten Rally korrigiert. Doch die fundamentalen Treiber bleiben intakt: strukturelle Angebotsdefizite, wachsende industrielle Nachfrage und die Suche nach Schutz vor Währungsentwertung. Die Minenaktien bieten einen strategischen Zugang zu diesem Markt mit geringerem Volatilitätsrisiko als das Metall selbst.
Während wir bei Silber gerade eine Korrektur nach extremer Rally erleben, steht ein anderer Megatrend erst am Anfang seiner Entwicklung. Tech-Experte Bernd Wünsche hat in seiner umfassenden Analyse zur Robotik-Revolution eine Aktie identifiziert, die ähnlich wie NVIDIA im KI-Boom positioniert ist – nur eben für den kommenden Robotik-Durchbruch. In seinem kostenlosen Webinar zeigt er, warum intelligente Roboter durch KI jetzt massentauglich werden und welches Unternehmen mit über 75.000 installierten Systemen weltweit bereits Marktführer ist. Sie erfahren konkret, warum der Robotik-Markt bis 2030 auf 200 Milliarden Dollar wachsen könnte und wie Sie mit einer Aktie von diesem Trend profitieren können. Bernd Wünsche erklärt seine Investmentthese detailliert und zeigt, warum der Einstiegszeitpunkt jetzt strategisch günstig sein könnte. Details zur Robotik-Revolution und der Schlüsselaktie
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