Sierra Madre Gold and Silver erlebt eine turbulente Börsenwoche. Während der Aktienkurs massiv unter Druck gerät, meldet das Unternehmen wichtige Fortschritte beim Ausbau seines Portfolios. Anleger reagieren nervös auf die jüngste Korrektur, ignorieren dabei aber womöglich die operativen Meilensteine in Mexiko.
Grünes Licht für Del Toro
Die mexikanische Wettbewerbsbehörde COFECE hat die Übernahme der Del Toro Silbermine genehmigt. Damit ist eine entscheidende regulatorische Hürde für den Deal mit First Majestic Silver genommen. Die Transaktion soll zeitnah abgeschlossen werden.
Das Del Toro Areal verfügt über eine bestehende Infrastruktur und eine Verarbeitungsanlage für täglich 3.000 Tonnen Erz. Das Management plant den Neustart der Mine für den Zeitraum zwischen 2027 und 2028.
Kapazitäten werden hochgefahren
Sierra Madre treibt parallel dazu den Ausbau des Flaggschiffprojekts La Guitarra voran. Die erste Phase der Erweiterung steht kurz vor dem Abschluss. Bis Ende Juni 2026 soll die Kapazität auf täglich 800 Tonnen steigen.
In einer zweiten Stufe ist eine Ausweitung auf 1.500 Tonnen bis Herbst 2027 geplant. Finanziell steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Das erste Quartal 2026 lieferte einen Umsatz von rund 10 Millionen US-Dollar. Das operative Ergebnis (EBITDA) belief sich im gleichen Zeitraum auf 2,8 Millionen US-Dollar.
Kursrutsch testet Unterstützung
Trotz der operativen Erfolge verlor die Aktie zuletzt deutlich an Boden. Allein am Freitag brach der Kurs in Frankfurt um rund acht Prozent auf 1,00 Euro ein. Innerhalb einer Woche summiert sich das Minus auf 20 Prozent.
Technisch rückt nun der 200-Tage-Durchschnitt bei 0,98 Euro in den Fokus. Mit einem Relative-Stärke-Index von knapp 35 nähert sich das Papier der überverkauften Zone. Auf Jahressicht bleibt die Performance mit einem Plus von 117 Prozent dennoch deutlich positiv.
In den kommenden Wochen stehen zwei Ereignisse im Mittelpunkt. Der formale Abschluss der Del Toro Übernahme und die Bestätigung der höheren Durchlaufraten bei La Guitarra könnten die Stimmung drehen. In der zweiten Jahreshälfte 2026 startet zudem ein Bohrprogramm über 30.000 Meter zur Erweiterung der Ressourcenbasis.
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