Siemens Healthineers-Aktie: Wer hätte das wirklich gewusst?

Die neue Forchheimer Anlage erweitert die Sensorfertigung und ergänzt den bisherigen Produktionsstandort in Japan.

Auf einen Blick:
  • Rund 100 Millionen Euro investiert
  • Mehr als 100 neue Arbeitsplätze
  • Sensorproduktion in Forchheim und Japan
  • Bisherige Fertigung stößt an Kapazitätsgrenzen

Siemens Healthineers baut die Produktionskapazitäten für eine seiner wichtigsten CT-Technologien aus. Am Standort Forchheim hat der Medizintechnikkonzern eine neue Halbleiterfabrik für Sensoren eröffnet, die in photonenzählenden Computertomographen eingesetzt werden. In Bau und technische Ausstattung flossen rund 100 Mio. Euro.

Siemens Healthineers-Aktie: 100 Millionen Euro für neue Sensorfabrik

Die neue Photon-counting Sensor Fab umfasst rund 9.500 Quadratmeter Nutzfläche und schafft mehr als 100 Arbeitsplätze. Siemens Healthineers bezeichnet die Anlage als in Europa einzigartig. Sie produziert Halbleitersensoren für Röntgenstrahlung auf Basis von Cadmiumtellurid.

Diese Sensoren sind ein zentraler Bestandteil von Photon-Counting-CT-Systemen. Im Gegensatz zu herkömmlicher CT-Technik ermöglicht die Technologie laut Unternehmen schärfere Bilder bei gleichzeitig geringerer Röntgenstrahlendosis.

Siemens Healthineers-Aktie: Nachfrage erreicht bisherige Kapazitätsgrenzen

Der Ausbau hat einen konkreten Hintergrund: Aufgrund der steigenden Nachfrage nach photonenzählenden CT-Systemen stößt die bisherige Sensorproduktion von Siemens Healthineers in Japan nach Unternehmensangaben an ihre Kapazitätsgrenzen. Mit Forchheim entsteht nun ein zweiter Produktionsstandort im Zentrum der CT-Entwicklung des Konzerns.

Die Fabrik deckt den Produktionsprozess vom Kristallwachstum bis zur Bearbeitung im Reinraum ab. Allein das Wachstum eines Cadmiumtellurid-Einkristalls dauert rund zehn Wochen. Die fertigen Sensoren werden anschließend in der CT-Produktion in die photonenzählenden Scanner integriert.

Zur Einordnung: Für Siemens Healthineers ist die Investition vor allem ein Kapazitäts- und Lieferkettenprojekt für eine Technologie, bei der die bisherige Fertigung bereits an Grenzen stößt. Mit der neuen Fabrik verteilt der Konzern seine Sensorproduktion zudem auf Japan und Deutschland und schafft in Forchheim industrielle Kapazitäten für die weitere Verbreitung seiner Photon-Counting-CT-Technologie.

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