Nach einem neuen 52-Wochen-Tief von 33,50 Euro Anfang dieser Woche versucht die Siemens Healthineers Aktie, Boden zu finden. Aktuell notiert das Papier bei 33,75 Euro — rund 32 Prozent unter dem Jahreshoch. Der Weg zurück ist weit.
Was den Kurs belastet
Der Auslöser ist klar: die Quartalszahlen vom Mai. Siemens Healthineers räumte einen strukturellen Einbruch im chinesischen Diagnostikmarkt ein. Der bereinigte operative Gewinn lag im zweiten Quartal bei 836 Millionen Euro — unter der Analystenerwartung von 868 Millionen Euro. Die Marge im Diagnostik-Segment brach auf 0,9 Prozent ein.
Die Folge: Das Management senkte die Jahresziele. Das vergleichbare Umsatzwachstum soll nun zwischen 4,5 und 5,0 Prozent liegen, zuvor waren 5,0 bis 6,0 Prozent das Ziel. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erwartet das Unternehmen zum Geschäftsjahresende im September zwischen 2,20 und 2,30 Euro.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Prognosesenkung hält JPMorgan an der Einstufung „Overweight“ fest. Das Kursziel senkte die Bank auf 55,80 Euro, zuvor waren es 61,30 Euro. Analyst David Adlington betont, dass Bildgebung und Krebstherapie weiterhin solide Dynamik zeigen.
Der Marktkonsens liegt bei einem durchschnittlichen Kursziel von 49,06 Euro. Das wäre gegenüber dem aktuellen Kurs ein Plus von über 40 Prozent. Hinzu kommt eine erwartete Dividende von 1,00 Euro je Aktie — entspricht einer Rendite von knapp unter 3 Prozent.
Konferenz als Stimmungstest
Parallel zur Kurserholung präsentiert sich das Unternehmen auf der Berenberg European Conference in New York. Weitere Auftritte in London und virtuelle Roadshows folgen in den nächsten Tagen. Das Management nutzt diese Termine, um die Strategie „Elevating Health Globally“ vor institutionellen Investoren zu vertreten.
Der RSI liegt bei 60 — technisch kein überverkauftes Niveau mehr, aber die Aktie notiert noch rund 21 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Von echter Erholung kann keine Rede sein.
Die nächste harte Bewährungsprobe liefert der Quartalsbericht für das dritte Quartal, der voraussichtlich im Juli erscheint. Zeigt das Diagnostik-Segment dann erste Stabilisierungszeichen, könnte das den Kurs deutlich bewegen — in beide Richtungen.
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