Siemens Healthineers Aktie: 3,4 Millionen Aktien seit Juni zurückgekauft

Symbolbild, KI-generiert

Der Konzern erwarb seit Juni mehr als 3,3 Millionen eigene Aktien; Accela-Umsätze erwartet Jefferies erst 2027/2028.

Auf einen Blick:
  • 160.000 Aktien Ende September zurückgekauft
  • Rückkaufprogramm umfasst 3.374.359 Papiere
  • Jefferies erwartet Accela-Umsätze ab 2027/2028
  • Quartalszahlen folgen am 5. November

Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers setzt bei der Kapitalallokation weiterhin auf den kontinuierlichen Rückerwerb eigener Anteile. Wie aus den jüngsten Pflichtmitteilungen hervorgeht, erwarb das Unternehmen vom 21. bis zum 27. September 160.000 eigene Aktien. Seit dem Start des Programms am 1. Juni beläuft sich das Gesamtvolumen der Transaktionen damit auf 3.374.359 Papiere.

Die regelmäßigen Käufe über den Markt stützen die Kapitalstruktur, fallen operativ jedoch in eine Phase wichtiger Weichenstellungen im Produktportfolio.

Produktimpulse und regulatorische Hürden

Siemens Healthineers stellte die Strahlentherapie-Plattform Accela vor gut einer Woche vor (seither minus 2,7 Prozent). Das auf der NeoArc-Technik basierende System soll laut Unternehmensangaben unter anderem stereotaktische Mehrherd-Bestrahlungen in 60 Sekunden ermöglichen.

Am Mittwoch bekräftigte Jefferies-Analyst Julien Dormois die Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 50 Euro und bezeichnete Accela als Quantensprung in der Strahlentherapie.

Auf der Einnahmenseite ist jedoch Geduld gefragt: Jefferies rechnet infolge notwendiger Zulassungsverfahren, Geräteinstallationen und des Produktionshochlaufs erst für 2027/2028 mit nennenswerten Umsätzen. Das System ist derzeit noch in keinem Markt zum Verkauf verfügbar, da unter anderem die Freigabe durch die US-Gesundheitsbehörde FDA noch aussteht.

Fokus auf klinische Praxis und Quartalsbilanz

Parallel zum Ausbau der Strahlentherapie meldet das Unternehmen Fortschritte beim Einsatz bestehender Großgeräte. In der Neuroradiologie nutzt der Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt das System Naeotom Alpha.Peak zur hochauflösenden Darstellung neurovaskulärer Strukturen, darunter Gefäßverengungen und Aneurysmen.

Klarheit über den aktuellen Geschäftsverlauf erhalten Investoren in wenigen Wochen: Am 5. November präsentiert Siemens Healthineers die Geschäftszahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 im Rahmen einer Analystenkonferenz. Am Freitag schloss das Papier bei 37,92 Euro, womit die Aktie seit Jahresanfang einen Rückgang von 16 Prozent verzeichnet.

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