Liebe Leserin, lieber Leser,
die Aktie von Siemens Energy erlebt in dieser Woche eine ausgeprägte Achterbahnfahrt: Trotz Eskalation im Nahen Osten noch einigermaßen stabil in die Woche gestartet, rauschte sie dann am Dienstag richtig nach unten, fand erst bei 150,30 Euro einen Boden. Am Mittwoch ging es mit den Papieren des Energietechnik-Konzerns dann wieder deutlich aufwärts auf 163 Euro, am Donnerstag folgte der erneute Rücksetzer auf 152 Euro. Und während Anleger bei der Siemens-Energy-Aktie ein Wechselbad der Gefühle erleben, stellt sich die Frage: Wohin wird das alles führen?
Irankrieg habe „kaum Einfluss“ auf Siemens Energy
Die Antwort darauf ist laut Phil Buller, Analyst bei der US-Bank JP Morgtan, recht klar: Er sieht durch den militärischen Konflikt im Nahen Osten „kaum direkten Einfluss auf die europäische Investitionsgüterbranche“, wie er laut Medienberichten am Montagabend schrieb. Auch Investitionen in Projekte in den Bereichen Stromerzeugung, Energienetze oder KI-Rechenzentren dürften deshalb kaum eingefroren werden.
Buller ordnete zudem seine Rangliste in der Branche neu, bei seinen Top-Favoriten Siemens Energy, Alstom und Siemens änderte sich allerdings nichts:
- Von einer Rückkehr des Themas Energiesicherheit im Zuge des Iran-Kriegs könnte Siemens Energy aber besonders profitieren, glaubt der Analyst
- Und so beließ Phil Buller die Aktie der Münchner auf „Overweight“ – was vor ihm auch bereits eine Reihe anderer Analysten getan hatte
Kursziel für Siemens-Energy-Aktie erhöht
Die Deutsche Bank etwa hatte das Kursziel für Siemens Energy Mitte Februar von 170 auf 180 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Analyst Gael de-Bray gab in seinem Kommentar laut aktiencheck.de „Einblick in die Höhepunkte“ einer Investorenveranstaltung mit der Finanzchefin des Konzerns. Zudem resümierte der Analyst den Bericht zum ersten Geschäftsquartal und passte seine Schätzungen an. Das Gasturbinengeschäft verzeichne „beispiellose Stärke“, so die Überzeugung von de-Bray.
Noch höher ins Kursregal griff die Privatbank Berenberg: Sie hatte das Kursziel für Siemens Energy von 130 auf 195 Euro angehoben und die Einstufung folglich auf „Buy“ belassen. Das erste Geschäftsquartal sei stark ausgefallen, schrieb Richard Dawson – und prognostiziert einen Kursanstieg von rund 25 Prozent.
- Vor allem der sehr hohe Auftragseingang dürfte das weitere Wachstum vorantreiben, so der Analyst
- Auch in einem aktuellen Beitrag auf finanzen.net sieht man die grundsätzlichen Aussichten für Siemens Energy positiv
Konzern ein „Garant für Energiesicherheit“
Das Münchner Unternehmen wandele sich von einem reinen Techniklieferanten zu einem strategischen Garanten für Energiesicherheit, heißt es. „Der Konzern hat sein direktes Engagement im Iran bereits vor Jahren aufgrund von Sanktionen und ethischem Druck massiv zurückgefahren“, so der Bericht. Heute profitiere Siemens Energy „paradoxerweise von Krisen wie im Iran, da westliche Staaten verstärkt in die Modernisierung ihrer eigenen Netze und in LNG-Infrastruktur investieren, um unabhängig von instabilen Regionen zu werden“.
Die Begründung: Wenn die Straße von Hormus – durch die etwa 20 Prozent des weltweiten LNG- und Ölbedarfs fließen – blockiert oder unsicher sei, steige der Druck, alternative Energierouten und Speichersysteme auszubauen. „Siemens Energy liefert hierfür die Schlüsseltechnologie wie Gasturbinen für Backup-Kraftwerke und Transformatoren für Stromnetze.“
Siemens Energy lmit 170 Prozent im Jahresplus
In der Tat notiert die Aktie des Energietechnik-Unternehmens mit aktuell rund 155 Euro zwar deutlich unter ihrem Rekordhoch. Dieses war am 25. Februar bei einem Kurs von 171,50 erreicht. Doch noch immer weisen die Papiere aus dem zurückliegenden Jahr damit ein Plus von rund 170 Prozent aus. Folgt man den Einschätzungen der Experten, wird die Aktie von Siemens Energy mittelfristig so oder so neue Höchststände ausbilden.
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