Siemens Energy-Aktie: Das weiß kaum jemand!

Siemens Energy setzt auf F-Gas-freie Schaltanlagen und profitiert vom wachsenden Modernisierungsbedarf in den weltweiten Stromnetzen.

Auf einen Blick:
  • SF₆ besitzt hohes Treibhauspotenzial
  • Blue-Portfolio verzichtet vollständig auf F-Gase
  • Erste Anlagen seit 2017 installiert
  • Netzausbau schafft zusätzlichen Modernisierungsbedarf

Die Energiewende stellt Netzbetreiber vor eine neue Herausforderung: Nicht nur die Stromerzeugung soll klimafreundlicher werden, sondern auch die Infrastruktur der Stromnetze selbst. In einem aktuellen Beitrag erläutert Siemens Energy, warum der Verzicht auf fluorierte Gase (F-Gase) in Hochspannungsschaltanlagen zunehmend an Bedeutung gewinnt und welche Technologien künftig zum Einsatz kommen sollen.

Im Mittelpunkt steht dabei das Isoliergas SF₆ (Schwefelhexafluorid), das seit Jahrzehnten in Hochspannungsschaltanlagen verwendet wird. Laut Siemens Energy besitzt SF₆ ein rund 24.300-fach höheres Treibhauspotenzial als CO₂ und verbleibt über sehr lange Zeit in der Atmosphäre. Die EU treibt deshalb die Einführung alternativer Technologien voran.

Siemens-Energy-Aktie: „Blue“-Technologie soll SF₆ ersetzen

Als Lösung setzt Siemens Energy auf sein sogenanntes Blue-Portfolio, das Clean-Air-Isolierung mit Vakuumschalttechnik kombiniert. Dabei wird auf SF₆ und andere fluorierte Gase vollständig verzichtet. Nach Angaben des Unternehmens wird diese Technologie bereits in Projekten wie dem Offshore-Windpark Hornsea 3 eingesetzt.

Das Unternehmen verweist darauf, dass die Entwicklung solcher Technologien bereits vor mehr als 15 Jahren begonnen habe. Erste F-Gas-freie Hochspannungsschaltanlagen wurden bereits 2017 installiert, inzwischen sind weltweit zahlreiche Systeme im Einsatz.

Siemens-Energy-Aktie: Netzausbau eröffnet zusätzliche Chancen

Für Anleger ist die Meldung vor allem deshalb interessant, weil sie einen weiteren Wachstumstreiber neben Turbinen- und Netztechnik verdeutlicht. Mit strengeren Umweltvorgaben entsteht ein zusätzlicher Modernisierungsbedarf bei Stromübertragungsnetzen. Netzbetreiber müssen nicht nur neue Leitungen bauen, sondern zunehmend auch bestehende Schaltanlagen auf klimafreundlichere Technologien umrüsten.

Zugleich stärkt dies die strategische Position von Siemens Energy im Bereich Grid Technologies, der bereits heute vom weltweiten Ausbau der Stromnetze profitiert.

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