Siemens Energy-Aktie: Das weiß bisher kaum jemand!

Die Anlage in Mehrum nutzt Superkondensatoren zur Frequenz- und Spannungsregelung; TenneT hält rund 30 weitere Systeme für möglich.

Auf einen Blick:
  • E-STATCOM gemeinsam mit TenneT entwickelt
  • Superkondensatoren liefern Energie in Millisekunden
  • Erste Anlage dieser Konfiguration weltweit
  • TenneT sieht Bedarf für rund 30 Anlagen

Siemens Energy hat gemeinsam mit dem Netzbetreiber TenneT in Deutschland eine neuartige Technologie zur Stabilisierung von Stromnetzen entwickelt. Der sogenannte E-STATCOM soll ein Problem lösen, das mit dem Ausbau erneuerbarer Energien immer wichtiger wird: den Verlust natürlicher Netzstabilität durch die Stilllegung von Kohle- und Kernkraftwerken.

Siemens Energy-Aktie: Künstliche Trägheit ersetzt klassische Kraftwerke

Über Jahrzehnte sorgten die großen Turbinen konventioneller Kraftwerke nicht nur für Stromerzeugung, sondern auch für Stabilität im Netz. Ihre rotierenden Massen wirkten wie ein natürlicher Puffer bei plötzlichen Schwankungen von Angebot und Nachfrage. Wind- und Solaranlagen können diese Funktion nicht in gleicher Weise übernehmen.

Der neue E-STATCOM soll diese Stabilisierung nun elektronisch nachbilden. Herzstück der Anlage sind Superkondensatoren, die innerhalb von Millisekunden Energie bereitstellen oder aufnehmen können. Dadurch entsteht eine sogenannte künstliche Trägheit, die hilft, die Netzfrequenz auf dem erforderlichen Niveau von 50 Hertz zu halten. Gleichzeitig stabilisiert das System auch die Netzspannung.

Siemens Energy-Aktie: Projekt in Mehrum als Vorbild für künftige Stromnetze

Die weltweit erste Anlage dieser Art wurde in Mehrum in Niedersachsen errichtet, auf dem Gelände eines stillgelegten Kohlekraftwerks. Nach Angaben von Siemens Energy handelt es sich um den ersten E-STATCOM mit Superkondensatoren in dieser Konfiguration weltweit. Das System basiert auf der Technologie SVC PLUS FS und kombiniert schnelle Spannungsregelung mit Frequenzstabilisierung.

TenneT geht davon aus, dass allein in Deutschland künftig rund 30 vergleichbare Anlagen benötigt werden könnten, um die Folgen des Ausstiegs aus fossilen Kraftwerken auszugleichen. Bereits heute soll das Projekt internationales Interesse unter anderem aus Nordamerika und Australien geweckt haben.

Das Projekt unterstreicht die Chancen von Siemens Energy beim Umbau der Strominfrastruktur. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien wächst weltweit der Bedarf an Technologien für Netzstabilität. E-STATCOM-Systeme liefern wichtige Netzdienstleistungen, die bislang von Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerken erbracht wurden. Gelingt die breite Einführung solcher Lösungen, könnte daraus ein langfristig wachsender Markt für Siemens Energy entstehen.

Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 23. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)