Siemens Energy-Aktie: Warum auch sie?

Mit einem Kursverlust von 7% ist die Siemens Energy-Aktie am Dienstagnachmittag einer der großen Verlierer unter den großen deutschen Werten. Was drückt auf den Kurs des Energietechnikkonzerns?

Auf einen Blick:
  • JPMorgan bestätigt Overweight-Rating
  • Aufnahme in den Stoxx Europe 50-Index
  • Allgemeiner Sell-off zyklischer Industriewerte

Mit einem Kursverlust von sieben Prozent ist die Siemens Energy-Aktie am Dienstagnachmittag einer der großen Verlierer unter den großen deutschen Werten. Was drückt auf den Kurs des Energietechnikkonzerns?

Eigentlich zwei gute Nachrichten

Eigentlich gibt es gute Nachrichten für die Siemens Energy-Aktie. Die US-Großbank JPMorgan hat das Rating des DAX-Titels auf „Overweight“ belassen. Die Experten der US-Bank sehen durch die Eskalation des Iran-Konflikts kaum direkte Auswirkungen auf die europäische Energiebranche. Ihrer Meinung nach sind Projekte in den Bereichen Stromerzeugung, Energienetze oder Rechenzentren dadurch nicht gefährdet.

Und noch eine gute Nachricht für Siemens Energy: Die Aktie wird in wenigen Tagen in den Index Stoxx Europe 50 aufgenommen. Aufgrund der in den letzten Monaten stark gestiegenen Marktkapitalisierung des Energietechnikkonzerns muss der britische Spirituosenhersteller Diageo Platz machen.

Das könnte sich aber auswirken

Trotzdem kann sich auch die Siemens Energy-Aktie nicht der extrem schlechten Stimmung an der Börse entziehen. Anleger wechseln in Scharen in den Risk-off-Modus und ziehen massiv Kapital aus zyklischen Industriewerten ab, um es in sichere Häfen umzuschichten.

Zudem könnten steigende Öl- und Gaspreise die Inflation antreiben, was die Zentralbanken zu weiteren Zinsschritten zwingen könnte – Gift für kapitalintensive Energieprojekte. Und durch die Behinderung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus drohen globale Lieferketten zu unterbrechen, was die Produktion von Gasturbinen und Netztechnik verteuern könnte. Anleger sollten besser die Entwicklung der kommenden Tage abwarten.

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