Vor einigen Wochen hatte ein Bericht des „Manager Magazin“ für Aufsehen gesorgt. Demnach prüft der Konzern die Herauslösung seiner kleinsten Geschäftseinheit aus dem Konzernverbund. Die Sparte mit dem internen Namen „Transformation of Industry“ könnte als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht oder an einen Käufer veräußert werden.
Siemens Energy-Aktie: Was die Sparte enthält und was sie wert sein könnte
Die betreffende Einheit bündelt Geschäftsbereiche, die eher wenig miteinander zu tun haben: Industriekompressoren und Dampfturbinen für die Öl- und Gasindustrie auf der einen Seite, Wasserstoff-Elektrolyseure für die Energiewende auf der anderen.
Gemeinsam kommen diese Bereiche auf rund 5,7 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigen etwa 17.000 Menschen. Analysten schätzen den eigenständigen Wert der Sparte auf rund 12,4 Milliarden Euro. Dem Medienbericht zufolge könnte zunächst ein Anteil von rund 60 Prozent abgegeben werden, während die verbleibenden 40 Prozent vorerst im Konzern blieben.
Siemens Energy-Aktie: Warum die Börse die Idee positiv aufnahm
Die Logik hinter einem möglichen Verkauf ist aus Kapitalmarktsicht klar: Siemens Energy würde sich stärker auf seine wachstumsstärksten Bereiche konzentrieren – allen voran Grid Technologies, das im laufenden Jahr ein Umsatzplus von bis zu 27 Prozent und eine Marge von bis zu 20 Prozent anpeilt.
Diese Kennzahlen liegen deutlich über dem, was die Industriesparte bietet. Ein schlankeres Profil könnte zudem höhere Bewertungsmultiplikatoren rechtfertigen, wie sie reine Netztechnikunternehmen an der Börse typischerweise erzielen.
Eine endgültige Entscheidung oder offizielle Bestätigung zur möglichen Abspaltung gibt es bislang noch nicht.
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