Siemens Energy-Aktie: Wahl-Klatsche in den USA – jetzt alles vorbei?

Bernstein sieht Siemens Energy als Profiteur des Rechenzentrumsbooms; zuletzt meldete der Konzern 17,9 Milliarden Euro an Aufträgen im dritten Quartal 2026.

Auf einen Blick:
  • Bernstein zählt Siemens Energy zu Favoriten
  • 56 Prozent der US-Pipeline politisch exponiert
  • 17,9 Milliarden Euro Aufträge im dritten Quartal
  • Auftragsbestand erreicht 162 Milliarden Euro

Siemens Energy in den USA: Bei den US- Kongresswahlen haben die Demokraten einen Erdrutschsieg errungen. Bereits vor den Zwischenwahlen hatten Umfragen auf eine Niederlage der Republikaner hingedeutet. Diese fiel nun jedoch wohl größer aus als gedacht.

Siemens Energy-Aktie: Politischer Gegenwind für KI-Boom in den USA?

Im Fokus der Börse steht in dem Zusammenhang vor allem der massive Ausbau der Rechenzentren, der von einigen demokratischen Politikern wegen der Umwelt- und Energiebelastungen kritisiert wird.

Damit wäre auch der deutsche Energietechnikkonzern Siemens Energy betroffen, der als wichtiger Ausrüster des KI-Booms gilt. Das Unternehmen liefert für Data Center unter anderem Netztechnik, Umspannwerke, Stromübertragungssysteme und Gasturbinen

Siemens Energy-Aktie: Bernstein sieht übertriebene Sorgen

Doch bereits vor der Wahl hatten die Analysten von Bernstein entsprechende Befürchtungen als übertrieben eingestuft und die Rücksetzer vielmehr als eine attraktive Kaufchance bei KI-Energie- und Infrastrukturwerten betont

Bernstein zählt Siemens Energy neben Siemens und Schneider Electric zu den europäischen Top-Favoriten für den Rechenzentrumsboom und verweist auf die anhaltend hohen Investitionen in Stromversorgung, Energieinfrastruktur und industrielle Automatisierung.

Insgesamt sieht Bernstein rund 56 % der großen Data-Center-Pipeline in den USA politischen Risiken ausgesetzt. Das entspricht etwa 244 Gigawatt. Nach Ansicht der Analysten dürften politische Diskussionen aber eher dazu führen, dass Betreiber einen größeren Anteil der Netz- und Infrastrukturkosten übernehmen müssen. Ein grundsätzlicher Stopp neuer Rechenzentren sei dagegen unwahrscheinlich, da die Projekte Arbeitsplätze, Investitionen und Steuereinnahmen schaffen.

Siemens Energy-Aktie: Gigantischer Auftragsbestand

Dass die Nachfrage intakt ist, zeigt sich bereits in den Geschäftszahlen. Siemens Energy meldete zuletzt Rekordaufträge von 17,9 Milliarden Euro für das dritte Quartal 2026 sowie einen Auftragsbestand von 162 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelte sich die Nachfrage in den USA.

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