Siemens Energy-Aktie: Das wäre komplett irre!

Joe Kaeser hält die geplante Ausgliederung von Transformation of Industries für eine Chance und sieht Potenzial für einen eigenständigen DAX-Kandidaten.

Auf einen Blick:
  • Kaeser skizziert eigenständigen Industriekonzern
  • Transformation of Industries mit 17.000 Beschäftigten
  • Sparte erzielt 5,7 Milliarden Euro Umsatz
  • Siemens Energy fokussiert Energieinfrastruktur

Kürzlich hat Joe Kaeser, Aufsichtsratschef von Siemens Energy, der Zeitung „WELT“ ein interessantes Interview gegeben. Im Fokus: die Abspaltung der Sparte Transformation of Industries (TI). Dabei skizzierte der Manager seine Vision für das künftige Unternehmen.

Siemens-Energy-Aktie: Kaeser sieht neuen DAX-Konzern entstehen

Im Gespräch mit der „WELT“ bezeichnete Kaeser die Abspaltung als „tolle Chance“. Sollte die Ausgliederung erfolgreich umgesetzt werden, könne daraus nach seiner Einschätzung ein „neues deutsches Unternehmen von Weltrang“ entstehen, das sogar ein weiterer Kandidat für den DAX werden könnte.

Die Sparte Transformation of Industries beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von etwa 5,7 Milliarden Euro. Mit einer operativen Marge von 11,3 Prozent zählt sie zudem zu den profitablen Bereichen des Konzerns.

Siemens-Energy-Aktie: Fokus statt Größe

Kaeser begründete die geplante Trennung im Interview mit den erheblichen Unterschieden zwischen den Geschäftsbereichen. Das Industriekundengeschäft mit Kompressoren, Prozesslösungen und Industrieanlagen sei technologisch und wirtschaftlich eine völlig andere Welt als die Bereiche Stromerzeugung und Stromübertragung.

Seiner Ansicht nach ermöglicht eine stärkere Fokussierung beiden Unternehmen, ihre jeweiligen Märkte gezielter zu bearbeiten. Nach der Abspaltung würde sich Siemens Energy im Wesentlichen auf Energieinfrastruktur, Netze, Kraftwerkstechnik und Energiewende-Lösungen konzentrieren, während die neue Gesellschaft eigenständig ihre Industrieaktivitäten weiterentwickelt.

Siemens-Energy-Aktie: Fortsetzung der Kaeser-Strategie

Die Aussagen passen zu Kaesers langjähriger Konzernstrategie. Bereits während seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender von Siemens wurden Siemens Healthineers und später Siemens Energy abgespalten. Im „WELT“-Interview verteidigte er diesen Ansatz ausdrücklich und verwies darauf, dass sich der Gesamtwert der aus dem Siemens-Konzern hervorgegangenen Unternehmen deutlich erhöht habe.

Fazit: Für Anleger ist besonders bemerkenswert, dass Kaeser das Potenzial sieht, aus der Sparte einen eigenständigen Industriechampion und langfristig sogar einen weiteren DAX-Kandidaten entstehen zu lassen.

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