Siemens Energy-Aktie: Das wäre eine Katastrophe!

Hohe Kosten und Zinsen setzen geplante Windparks unter Druck. Siemens-Energy-Chef Christian Bruch fordert mehr Investitionssicherheit.

Auf einen Blick:
  • 16 Gigawatt Offshore-Leistung geplant
  • Projektvolumen von rund 50 Milliarden Euro
  • BP prüft weiteres Vorgehen
  • TotalEnergies will Flächen zurückgeben

Bei Siemens Energy wächst laut einem Bericht des „Handelsblatts“ die Sorge vor einer neuen Belastungsprobe im Windgeschäft. Mehrere geplante Offshore-Windparks vor der deutschen Nord- und Ostseeküste stehen wegen hoher Kosten, gestiegener Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit auf der Kippe. Für Anlagenbauer wie Siemens Energy und Vestas könnten dadurch milliardenschwere Aufträge ausbleiben.

Siemens Energy-Aktie: 50 Milliarden Euro stehen auf dem Spiel

Im Mittelpunkt stehen dem „Handelsblatt“ zufolge Projekte mit insgesamt 16 Gigawatt geplanter Leistung. Nach Angaben des Bundesverbands Windenergie Offshore geht es um ein Gesamtvolumen von rund 50 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Aktuell sind vor Deutschlands Küsten Offshore-Anlagen mit 10,8 Gigawatt Leistung in Betrieb.

Die problematischen Flächen wurden 2023 versteigert. BP und TotalEnergies boten gemeinsam 12,6 Mrd. Euro für entsprechende Zuschläge. Inzwischen entscheidet BP noch über das weitere Vorgehen, während TotalEnergies versucht, seine Flächen zurückzugeben. Nach aktueller Rechtslage ist eine freiwillige Rückgabe allerdings nicht vorgesehen.

Siemens Energy-Aktie: Bruch warnt vor Auftragslücke

Siemens-Energy-Chef Christian Bruch warnt gegenüber dem „Handelsblatt“ vor den Folgen der anhaltenden Unsicherheit. Die Fabriken warteten auf Aufträge, und Zulieferer hielten sich mit Investitionen zurück. Branchenexperten befürchten einen „Fadenriss“, bei dem über Jahre Aufträge für Teile der Offshore-Lieferkette fehlen könnten.

Bruch fordert deshalb, die festgefahrenen Projekte wieder in Gang zu bringen und der Industrie mehr Investitionssicherheit zu geben. Europa habe bereits die Solarproduktion verloren, bei der Offshore-Windenergie müsse eine ähnliche Entwicklung verhindert werden.

Zur Einordnung: Siemens Gamesa ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Siemens Energy. Der Windturbinenhersteller war in den letzten Jahren schwer in der Krise, auch wegen technischer Mängel bei seinen Onshore-Plattformen. Zuletzt schrieb Gamesa zum ersten Mal seit über vier Jahren wieder operative Gewinne.

Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 29. September liefert die Antwort:

Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer

Die auf finanztrends.de angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information. Die hier angebotenen Beiträge stellen zu keinem Zeitpunkt eine Kauf- beziehungsweise Verkaufsempfehlung dar. Sie sind nicht als Zusicherung von Kursentwicklungen der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren ist risikoreich und birgt Risiken, die den Totalverlust des eingesetzten Kapitals bewirken können. Die auf finanztrends.de veröffentlichen Informationen ersetzen keine, auf individuelle Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Es wird keinerlei Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden übernommen. finanztrends.de hat auf die veröffentlichten Inhalte keinen Einfluss und vor Veröffentlichung sämtlicher Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen o.ä. Demzufolge kann bezüglich der Inhalte der Beiträge nicht von Anlageinteressen von finanztrends.de und/ oder seinen Mitarbeitern oder Organen zu sprechen sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen usw. gehören nicht der Redaktion von finanztrends.de an. Ihre Meinungen spiegeln nicht die Meinungen und Auffassungen von finanztrends.de und deren Mitarbeitern wider. (Ausführlicher Disclaimer)