Siemens Energy-Aktie: Verdammt kurze Wirkung!

Die Aktie von Siemens Energy kommt aktuell nicht mehr voran, trotz optimistischer Analysten. Ein Impuls aus der KI-Branche hatte seine Wirkung schnell verbraucht.

Auf einen Blick:
  • Die Siemens-Energy-Aktie hat nach gutem Wochenstart wieder abgegeben
  • Analysten gaben nach Quartalsbericht weitaus höhere Prognosen ab
  • Außergewöhnlich gute Zahlen von Anthropic hatten nur kurz gepusht

Noch zum Wochenstart hatte die Aktie von Siemens Energy leichten Auftrieb verspürt. Außergewöhnliche Umsatzzahlen des KI-Unternehmens Anthropic (Claude), von einer Vervierzehnfachung war die Rede, sorgten für einen Aufschwung in der gesamten Branche, auch Infineon profitierte. Allerdings war die Wirkung eine verdammt kurze. Infineon hat innerhalb von sechs Handelstagen nun bereits 13 Prozent eingebüßt. In diesem Sinne können sich Anleger bei Siemens Energy sogar noch glücklich schätzen, hier ging es im selben Zeitraum nur um vier Prozent zurück auf aktuell noch knapp 154 Euro.

Siemens Energy Aktie Chart

Analysten mit hohen Kurszielen für Siemens Energy

Damit hat sich die Aktie von Siemens Energy seit ihrem Juli-Einbruch auf zwischenzeitlich 133 Euro zwar deutlich erholt. Ihr Allzeithoch von 191 Euro allerdings ist inzwischen wieder in weite Ferne gerückt. Zu erwarten war das so nicht unbedingt. Die Analysten hatten sich nach den Quartalszahlen vom 5. August beim Energietechnik-Konzern mehrheitlich extrem zuversichtlich gezeigt. Dies wird deutlich beim Blick auf die seitdem aufgerufenen Kursziele. Eine Auswahl:

  • Deutsche Bank: 210,00 Euro
  • JP Morgan: 245,00 Euro
  • Jefferies: 215,00 Euro
  • Berenberg Bank: 205 Euro

Zuletzt hatte sich das US-Analysehaus Bernstein Research gemeldet und Siemens Energy ebenfalls auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 210 Euro belassen. Analyst Alasdair Leslie rechnet die Münchner gar zu seinen „Top Picks“, wie er anmerkte.

Strombedarf bei Rechenzentren steigt

Denn in der Tat wird Wachstum bei Siemens Energy nicht zuletzt durch die Versorgung von extrem stromhungrigen Rechenzentren entstehen. Etwa die Hälfte der neuen Gasturbinenaufträge kamen laut der Agentur Reuters im jüngsten Quartal von Rechenzentren oder von Kunden aus dem Nahen Osten. Das Geschäft ist für den Konzern zudem langfristig attraktiv, weil nach dem Verkauf einer Turbine regelmäßig Wartung, Ersatzteile und Service über viele Jahre folgen.

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