Siemens Energy-Aktie: Unbeeindruckt!

Die Aktie von Siemens Energy tut sich nach Quartalszahlen noch immer schwer, trotz mehrerer Kaufempfehlungen. Auch eine aktuelle Nachricht ändert nichts an der Situation.

Auf einen Blick:
  • Langzeitvertrag mit ASTA vorzeitig verlängert
  • Aktie von Siemens Energy zeigt sich unbeeindruckt
  • Mehrheit der Analysten mit hohen Kurszielen
  • Nur Barclays erwartet deutlichen Kursrücksetzer

Liebe Leserin, lieber Leser,

das Auf und Ab bei der Aktie von Siemens Energy geht weiter. Direkt nach den Quartalszahlen am 12. Mai waren die Papiere des Energietechnik-Konzerns zunächst bis auf 182,60 Euro gestiegen, nur um in der Folge zunächst wieder auf 164,00 Euro zurückzufallen – trotz wohlmeinender Analystenkommentare. Inzwischen hat sich die Siemens-Energy-Aktie zwar wieder etwas auf aktuell gut 170 Euro erholt, ein echter Ausbruch nach oben will ihr aber nicht mehr gelingen. Auch eine aktuelle Meldung sorgt nicht für einen Impuls.

Siemens Energy Aktie Chart

Siemens Energy und ASTA verlängern Partnerschaft

Denn wie am Mittwochmorgen bekannt wurde, haben die ASTA Gruppe und Siemens Energy ihren bestehenden Langzeitvertrag (Long-Term Agreement, LTA) vorzeitig bis Ende 2032 verlängert. Die Vertragsunterzeichnung erfolgte laut ASTA-Mitteilung im Rahmen der CWIEME Berlin, einer der weltweit wichtigsten Fachmessen für Spulenwicklung, Isolierung und Elektrofertigung.

Mit der Verlängerung setzen die Unternehmen ihre langjährige Zusammenarbeit „konsequent fort“, wie es heißt. ASTA beliefere auch künftig sämtliche europäischen Transformatorenwerke von Siemens Energy mit kundenspezifisch produzierten CTCs (Continuously Transposed Conductors) sowie weiteren hochspezialisierten Kupferkomponenten für den Hochspannungsbereich, so ASTA.

Partner wollen „Wachstumsstrategie vorantreiben“

„Mit der Verlängerung unseres Rahmenvertrags vertiefen wir unsere strategische Partnerschaft mit ASTA als einem der führenden Anbieter von Kupferkomponenten“, lässt sich Florian Bertram, Vice President Procurement von Siemens Energy Transformers, in der Mitteilung zitieren. Gemeinsam schaffe man langfristige Planungssicherheit und lege die Grundlage, „unsere Wachstumsstrategie partnerschaftlich, resilient und wettbewerbsfähig weiter voranzutreiben“.

  • Die Kupferkomponenten und kundenspezifische Leiterlösungen seien „integraler Bestandteil von Leistungstransformatoren von Siemens Energy“
  • Diese werden weltweit in Energieinfrastrukturprojekten eingesetzt, darunter 2-GW-HVDC-Offshore-Netzanschlussprojekte sowie große Phasenschieberanlagen

Analysten mit hohen Kurszielen für Siemens Energy

Die Anleger zeigen sich von der Nachricht ebenso unbeeindruckt wie von den positiven Analystenkommentaren nach dem Quartalsbericht. Mit einer Ausnahme sehen die institutionellen Beobachter bei Siemens Energy noch deutlich Luft nach oben, wie folgende Auflistung durch finanzen.net zeigt:

  • Jefferies: 215,00 Euro
  • Goldman Sachs: 212,00 Euro
  • Deutsche Bank: 200,00 Euro
  • JP Morgan: 225,00 Euro

Während Phil Buller von der US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Siemens Energy von 200 auf 225 Euro angehoben hatte und die Einstufung auf „Overweight“ beließ, aktuell noch gut 30 Prozent Aufwärtspotenzial erkennt, ist die Deutsche Bank etwas zurückhaltender. Die Anleger freuten sich auf die neuen Mittelfristziele bis 2030, die für November avisiert würden, schrieb Gael de-Bray in seinem Kommentar zum Quartalsbericht. Er hob seine Ergebnisprognosen bis 2028 im Schnitt um 2 Prozent. In der Folge blieb die Einstufung ebenfalls auf „Buy“.

Barclays erwartet heftigen Rücksetzer

Wasser in den Wein schüttete als einzige die britische Investmentbank Barclays: Sie hatte nach Zahlen das Kursziel für Siemens Energy zwar angehoben, allerdings lediglich von 100 auf 110 Euro, die Einstufung blieb auf „Equal Weight“. Analyst Vlad Sergievskii sieht bei den Münchnern „Chancen und Risiken momentan recht ausgewogen“, wie er schrieb. Die Bewertung preise allerdings den besten Geschäftszyklus einer ganzen Generation bereits so ein, als ob er niemals enden würde. Er geht davon offensichtlich nicht aus – und erwartet einen Kursrücksetzer bei Siemens Energy um rund 35 Prozent.

In Ermangelung einer Glaskugel bleibt eine Investition in Siemens Energy offenbar eine Wette. Gewiss ist alleinig der Blick zurück: Obwohl die Aktie seit ihrem Rekordhoch, ausgebildet bei einem Kurs von 195 Euro im April, knapp 15 Prozent an Wert verloren hat, kann sich die Jahresperformance noch immer sehen lassen. Ausgehend von 78 Euro Ende Mai 2025 hat der Konzern seinen Börsenwert seitdem noch immer mehr als verdoppelt.

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