Wichtiger Sieg für Siemens Energy: Laut einem Bericht von Bloomberg will das Unternehmen Luxcara für seinen geplanten Windpark for der deutschen Küste doch nicht auf den chinesischen Akteur Mingyang setzen. Stattdessen sollen die Windturbinen von Siemens Energy bzw. dessen Tochter Gamesa eingekauft werden.
Hintergrund: Luxcara forciert vor der Insel Borkum den Offshore-Windpark Waterkant. Ursprünglich hatte das Unternehmen vor, 16 Turbinen des chinesischen Herstellers Mingyang zu nutzen.
Siemens Energy: Bundeswehr-Institut warnte vor chinesischen Windturbinen
Zwischenzeitlich kamen jedoch erhebliche Bedenkungen an der Integrität chinesischer Turbinenbauer auf. So hatte das „Handelsblatt“ Anfang März über eine neue Studie des Instituts für Verteidigung und Strategie (GIDS) berichtet. Diese der Bundeswehr zugehörige Forschungsanstalt warnte eindringlich vor dem Einsatz chinesischer Windkraftanlagen – vor allem wegen möglicher Spionagegefahr und möglicher Manipulation der deutschen Energienetze.
Peking reagierte damals prompt auf die Studie und sprach von „grundlosen Anschuldigungen“ und „technisch unplausiblen“ Behauptungen. „Wir wenden uns entschieden gegen die Politisierung von Wirtschaftsprojekten“, betonte die Handelskammer CCCEU, die unter starkem staatlichen Einfluss steht und chinesische Interessen in Europa vertritt. Eine durchaus gewagte Aussage, schließlich wird dem chinesischen Staat nachgesagt, selbst massiv in Wirtschaftsprojekte im In- und Ausland einzugreifen.
Luxcara betont wirtschaftliche Vorteile durch Siemens Energy
Tatsächlich wäre der Windpark von Luxcara der erste in Deutschland gewesen, der auf chinesische Windturbinen gesetzt hätte. Gegenüber Bloomberg betonte nun der Geschäftsführer von Luxcara, Holger Matthiesen, dass die Entscheidung gegen Mingyang nicht direkt im Zusammenhang mit der öffentlichen Kontroverse stehe – wenngleich man den Druck durchaus gespürt habe.
Zwar hätten die Chinesen zu Beginn das wirtschaftlich beste Angebot vorgelegt, so Matthiesen weiter. Die Siemens-Energy-Tochter Gamesa habe jedoch im Laufe der Zeit mit attraktiveren Angeboten überzeugen können.
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