Siemens Energy-Aktie: Einer täuscht sich hier gewaltig!

Die Aktie von Siemens Energy hat seit Montag zweistellig abgegeben. Ein Analyst hatte zum Verkauf geraten. Ein anderer empfiehlt beim Energietechnikkonzern das Gegenteil.

Auf einen Blick:
  • Die Siemens-Energy-Aktie rauscht seit Montag beständig in die Tiefe
  • Ein Analyst hat mit extrem niedriger Prognose zum Verkauf der Aktie geraten
  • Kurz zuvor hatte ein Kollege noch den Kauf empfohlen, mit hohem Kursziel

Faktisch ist die Geschichte schnell erzählt: Die Aktie von Siemens Energy, am Montag auf Xetra noch bei einem Kurs von 170,68 Euro gehandelt, hat einen veritablen Absturz erlebt. Denn aktuell werden für die Papiere noch knapp 153 Euro aufgerufen, gut zehn Prozent weniger. Perspektivisch aber ist eine Einordnung für die Siemens-Energy-Aktie offenbar weitaus schwieriger. Erst vor dem Wochenende hat ein Analyst den Kauf empfohlen, wenig später rät ein Kollege das Gegenteil. Einer, so viel ist wiederum sicher, täuscht sich gewaltig.

Siemens Energy Aktie Chart

Kursziel für Siemens Energy auf 210 Euro angehoben

Da wäre zum einen Mark Fielding von der kanadische Bank RBC: Er hat das Kursziel für Siemens Energy zuletzt von 200 auf 210 Euro angehoben und die Einstufung auf „Outperform“ belassen. In seiner Branchenbetrachtung ging er davon aus, dass sich die noch am Anfang stehende Erholung europäischer Industrieunternehmen dank der Entspannung im Nahen Osten fortsetzt. Im zweiten Halbjahr sollten die Ergebnisse (Ebita) gegenüber der ersten Jahreshälfte deutlich steigen, allerdings vor allem wegen unternehmensspezifischer Engagements in langfristigen Wachstumsbereichen wie Rechenzentren, Energieinvestitionen und Produktionsverlagerungen ins nahe Ausland.

  • Sicheren Wachstumsaussichten sieht er etwa bei Metso, Weir oder eben Siemens Energy
  • Doch nicht alle teilen diese Sicht auf die Dinge, vor allem Barclays-Analyst Vlad Sergievskii nicht

Extrem düstere Prognose durch Barclays-Analyst

Der Analyst hat das Kursziel für Siemens Energy am Montag zwar angehoben, allerdings lediglich von 110 auf weiterhion magere 130 Euro, er stufte die Papiere daher von „Equal Weight“ auf „Underweight“. Die Aktie nämlich preiste bereits ein, dass der beste Geschäftszyklus einer ganzen Generation „für immer anhalte“, schrieb Sergievskii am Montag. Er kalkuliert zwar mit einer Ergebnissteigerung von im Schnitt 25 Prozent bis 2030. Auftragseingang und Free Cashflow dürften allerdings bereits 2026 ihren Zenit erreichen. Ob nun er sich täuscht oder oder doch Mark Fielding mit seinem Optimismus. We will see.

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