Siemens Energy-Aktie: Das steckt hinter dem Kurssprung!

Die Aktie von Siemens Energy hat sich seit Mittwoch wieder um acht Prozent verbessert. Sorgen um das Gasturbinengeschäft scheinen offenbar unbegründet.

Auf einen Blick:
  • Die Siemens-Energy-Aktie hat zuletzt einen ordentlichen Satz nach oben gemacht
  • Der Konzernchef zerstreute die möglichen Sorgen beim Gasturbinengeschäft
  • Ein Analyst der Deutschen Bank hatte jüngst sein Kursziel von 200 Euro bestätigt

Die Aktie von Siemens Energy erholt sich auch am Freitagvormittag weiter. Am Mittwoch noch bis 138 Euro zurückgefallen, trotz überweidend positiver Analysteneinschätzungen, hatten die Papiere des Energietechnikkonzerns den Donnerstag im Xetra-Handel bereits bei 147 Euro beendet – ein Kurssprung um gut sechs Prozent. Am Freitag klettert die Siemens-Energy-Aktie bis dato um weitere 2,5 Prozent auf aktuell 150 Euro. Dass die Märkte wieder zuversichtlicher geworden sind, hat mit Aussagen des Konzernchefs zu tun.

Siemens-Energy-CEO verbreitete Zuversicht

Der immense Energiebedarf der neuen Datencenter für die Künstliche Intelligenz (KI) treibe weltweit die Nachfrage nach Gasturbinen immer stärker an, meldete am Vortag unter anderem das Handelsblatt. „Davon profitiert Energietechnik-Spezialist Siemens Energy.“ Dass den Investitionen in Datencenter nicht immer funktionierende Geschäftsmodelle zugrunde liegen, fürchte der Dax-Konzern nicht. „Wir haben bisher keine nennenswerten Stornierungen gesehen“, wird Siemens-Energy-CEO Christian Bruch zitiert. Die Nachfrage bei Gasturbinen sei anhaltend hoch.

  • Manche Stornierung komme ohnehin eher gelegen, um andere Kunden bedienen zu können
  • „Bei den neueren Aufträgen zahlen die Kunden Reservierungsgebühren und Anzahlungen.“

Und so herrscht beim ehemaligen Dax-Superstar wieder so etwas wie eitel Sonnenschein. Vom Rekordhoch, ausgebildet bei 191 Euro im April, ist die Aktie allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

Kursziel für Siemens Energy bei 200 Euro

Dass sie solche Sphären mittelfristig wieder erreichen kann, davon ist Gael de-Bray von Deutsche Bank Research überzeugt: Er hat die Einstufung für Siemens Energy zuletzt auf „Buy“ mit einem Kursziel von 200 Euro belassen – und bezog sich explizit auf einige Sorgen vor Überkapazitäten im Bereich Gaskraftwerke am Markt. Das eigentliche Kraftwerksgeschäft mache lediglich 15 Prozent des Konzernumsatzes aus, und das Servicegeschäft werde sogar unterschätzt. Gleiches gelte für den Turnaround der Windkrafttochter Gamesa.

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