Am Donnerstag hatte es kurzzeitig den Anschein, als könnte die Aktie von Siemens Energy den Kursknick des Vortages wieder etwas ausbügeln. Ausgehend von 119 Euro am Vortag, waren die Papiere des Energietechnik-Konzerns im Xetra-Handel wieder bis auf knapp 124 Euro geklettert. Doch pünktlich zur Eröffnung des Nasdaq rauschte die Siemens-Energy-Aktie wieder ab, ging letztlich bei nur noch gut 113 Euro aus dem Handel, 40 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 191 Euro im Mai. Zu Unrecht, wie ein Analyst meinte.
UBS lässt Kursziel für Siemens Energy bei 210 Euro
Christopher Leonard von der Schweizer Großbank UBS hatte die Einstufung für Siemens Energy laut Medienberichten am Donnerstag auf „Buy“ mit einem Kursziel von 210 Euro belassen – rund 85 Prozent über dem späteren Schlusskurs. Der Analyst zog in seiner Branchenstudie „erste Rückschlüsse aus dem Wahlsieg der Demokraten für europäische Energietechnik-Werte“, wie es hieß. Das Fazit sei grundsätzlich „eher negativ, dies aber mit gewissen Einschränkungen“. Außerdem sei durch den jüngsten Ausverkauf schon viel eingepreist.
- Siemens Energy gehört für ihn zu den Werten, bei denen er die relativ großen Kursverluste nicht für angebracht hält
- Auf dem aktuellen Kursniveau zähle er die Aktie mit Schneider Electric, Prysmian und Andritz zu seinen Favoriten
Anleger fürchten um Ausbau der KI-Rechenzentren
Die Anleger allerdings haben derzeit wohl andere Favoriten. Sie fürchten ganz offensichtlich um die bislang als rosig geltenden Zukunftsaussichten der KI-Rechenzentren. Denn: Wenn nun die erstarkten Demokraten nach den Midterms in den USA Donald Trump in die Parade fahren, hätte das auch Auswirkungen für Siemens Energy. Strengere Vorschriften könnten den Ausbau der Rechenzentren bremsen und damit auch die Nachfrage nach Produkten der Münchner dämpfen, glaubt man im Süden der Republik. Ob diese Befürchtungen berechtigt sind, bleibe allerdings offen.
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