Der erste Run auf die Aktie von Siemens Energy nach den Zahlen zum zweiten Quartal 2026 scheint erst einmal vorbei. Am Freitag waren die Papiere des Energietechnik-Konzerns im Xetra-Handel zunächst bis auf 191,66 Euro und damit auf ein neues Rekordhoch gestiegen, den Montag beendeten sie deutlich tiefer bei 178,68 Euro. Dabei hatten gleich mehrere Analysten die Siemens-Energe-Aktie nach der Anhebung der Jahresprognose zum Kauf empfohlen, darunter Vertreter von Deutscher Bank und Goldman Sachs. Einer allerdings schert aus.
Extreme Prognosen für Siemens Energy
So hatte etwa Deutsche Bank Research das Kursziel für Siemens Energy vor dem Wochenende von 180 auf 195 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen. Trotz eines verfehlten operativen Quartalsergebnisses habe der Energietechnikkonzern sämtliche seiner Jahresschätzungen angehoben, schrieb Gael de-Bray laut finanzen.net in seinem am Freitag vorliegenden Kommentar zu den Eckdaten. Dies lasse eine noch stärkere Geschäftsentwicklung in der zweiten Jahreshälfte erwarten als ohnehin gedacht.
- Doch es gibt auch eine krasse Gegenposition, die von einem massiven Rücksetzer bei der Aktie ausgeht
- Barclays hatte die Einstufung für Siemens Energy mit einem Kursziel von 100 Euro auf „Equal Weight“ belassen
Die Eckdaten des Energietechnikkonzerns zum zweiten Geschäftsquartal seien „äußerst durchwachsen“ gewesen, kritisierte Vlad Sergievskii von der britischen Investmentbank. Die Aufträge für Netztechnologie und Gasturbinen hätten die Erwartungen getoppt, im Bereich Windkraft jedoch verfehlt. Ergebnisseitig hätten die Münchner „wohl durch die Bank“ schwächer abgeschnitten.
Andere Häuser, andere Kursziele
Zwischen diesen Extrempositionen platzierten sich Jefferies mit einem fairen Wert von 164,00 Euro für Siemens Energy sowie Bernstein Research mit einer Prognose von lediglich 150,00 Euro. Alasdair Leslie äußerte laut Medienberichten „seinen Glauben, dass die Anleger positiv auf die Resultate reagieren werden. Als „Kronjuwel der Veröffentlichung“ bezeichnete der Analyst das Netzgeschäft.
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