Erneut auf schwachem Terrain verläuft derzeit der Kurs der Siemens Energy. Zum Auftakt der Woche nun steht die extrem schwache Bewegung in der vergangenen Woche auf dem Prüfstand. Um -13 % war es bergab gegangen. Das versteht an sich niemand, der sich mit den wirtschaftlichen Gegebenheiten beschäftigt. Die Notierungen sind bezogen auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) vielleicht etwas teuer, heißt es gelegentlich. Der Konzern wächst jedoch durch die KI-Boom-Stimmung (u.a.) weiter. Dies wurde kurzfristig zum Verhängnis, weil jene KI-Industrie schuldenbedingt derzeit unter Druck geraten ist. Und dennoch: Siemens Energy ist weit jenseits der aktuell erreichten rund 117 Euro aus der Sicht von Analysten so viel mehr wert.
Schuldendiskussion ist wieder da – bei KI-Unternehmen
Durch den Kursrutsch zeigt sich die Schwäche, die besonders noch aus der Diskussion der vergangenen Woche rührt. Siemens Energy hat darunter gelitten, dass die Schuldendiskussion rund um die KI-Industrie wieder aufgeflammt ist.
Das heißt, auf Deutsch gesagt, dass die Märkte befürchten, die Schuldenberge der KI-Industrie seien jetzt schon zu hoch. Damit würde der Handlungsspielraum in Zukunft eingeschränkt. So jedenfalls das Szenario. Das wiederum betrifft auch Siemens Energy. Der Konzern profitiert vom massiven Ausbau der KI-Rechenzentren. Genau dieser Zusammenhang ist der Aktie jetzt zum Verhängnis geworden.
Sie befindet sich im Abwärtstrend. Über 15 % trennen das Papier vom GD100, der mittelfristig eine wichtige technische Marke darstellt. Kaum ein technischer Analyst dürfte derzeit noch meinen, dass die Aktie im Aufwärtstrend sei. Das Potenzial wird allerdings deutlich höher eingeschätzt. Das betonen vor allem die wirtschaftlich orientierten Analysten.
Tatsächlich hat das Unternehmen sein Geschäftsjahr bereits beendet. Am 11. November wird Siemens Energy die entsprechenden Zahlen vorlegen. Man kann davon ausgehen, dass die Zahlen herausragend ausfallen. Der Auftragsbestand hatte nach dem dritten Quartal ein Rekordniveau von circa 162 Milliarden Euro erreicht.
Die Jahresprognose für die Marge war zuletzt am oberen Ende der zuvor genannten Spanne von 10 % bis 12 % angesiedelt worden. Auch die Windkrafttochter Siemens Gamesa entwickelte sich stärker. Alle Vorzeichen sprechen dafür, dass es wirtschaftlich für Siemens Energy zumindest mittelfristig nicht besonders schlecht aussieht. Und dennoch hat sich die Stimmung an der Börse verschlechtert.
Siemens Energy Aktie Chart
Unter anderem sind auch die hohen Zinsen dafür verantwortlich, dass am Gesamtmarkt derzeit auf die Bremse getreten wird. Die Analysten lassen sich davon allerdings bislang nicht beirren. Sie haben ihre hohen Kursziele aufrechterhalten.
Diese liegen zwischen 195 und 197 Euro. Das heißt, die Aktie hätte aus dieser Sicht noch ein Kurspotenzial von deutlich mehr als 50 Euro, was einem Aufschlag von über 30 % entspricht.
Daran hat sich nichts geändert.
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