Die Aktie von Siemens Energy setzt ihre Achterbahnfahrt auch vor dem Wochenende fort: Nachdem die Papiere des Energietechnik-Konzerns von 158,85 Euro im Laufe des Mittwochs im Xetra-Handel am Donnerstag bis auf 140,80 Euro eingebrochen waren (ein Abschlag von fast zwölf Prozent), strebt die Siemens-Energy-Aktie am Freitag wieder nach oben. Gut 146 Euro stehen aktuell wieder zu Buche, was auch mit einer aktuellen Kaufempfehlung zusammenhängen könnte. Das Kursziel allerdings wirft Fragen auf.
Bernstein belässt Siemens Energy auf „Outperform“
Es war Alasdair Leslie vom US-Analysehaus Bernstein Research, der seine Einstufung für Siemens Energy laut finanzen.net auf „Outperform“ belassen hatte. Doch mit einem fairen Wert von gerade einmal 150 Euro, den er unangetastet ließ, will diese Kaufempfehlung nicht wirklich zusammenpassen. Zumal die Aktie Ende Februar sogar bei 171,40 Euro gehandelt worden war, und seitdem also massiv an Wert eingebüßt hat.
Der Krieg im Nahen Osten könnte zu einer erheblichen Belastung für den Sektor der Industriegüterproduzenten werden, schrieb Bernstein-Analyst Leslie nun am Mittwochabend. Allerdings: Unternehmen aus dem Segment Elektrotechnik seien weniger stark betroffen als andere, „denn hier ruhten die Wachstumschancen stärker auf der Nachfrage im Zusammenhang mit Datenzentren“, so seine Einschätzung.
- Dennoch haben die Anleger die Siemens-Energy-Aktie seit dem Beginn des Irankriegs abgestraft
- Dabei hatte eine US-Bank bereits davor auf den Sonderstatus des Unternehmens hingewiesen
Kann Siemens Energy von Irankrieg profitieren?
Denn auch die US-Bank JPMorgan hatte die Einstufung für Siemens Energy auf „Overweight“ belassen – und zwar unmittelbar nach den ersten Angriffen der USA und von Israel auf den Iran. Analyst Phil Buller sah durch den militärischen Konflikt im Nahen Osten „kaum direkten Einfluss auf die europäische Investitionsgüterbranche“, wie er schrieb. Auch Investitionen in Projekte in den Bereichen Stromerzeugung, Energienetze oder KI-Rechenzentren dürften deshalb kaum eingefroren werden. Von einer Rückkehr des Themas Energiesicherheit im Zuge des Iran-Kriegs könnte Siemens Energy sogar „besonders profitieren“.
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