Den größten Schock hat die Aktie von Siemens Energy offenbar verdaut: Angesichts des am Wochenende kurzzeitig massiv gestiegenen Ölpreises, waren die Papiere des Energietechnik-Konzerns am Montag im Xetra-Handel von noch 164 Euro vor genau einer Woche bis auf 135,70 Euro eingebrochen – ein Abschlag von fast 18 Prozent binnen zweier Handelstage. Inzwischen ist der Ölpreis wieder etwas zurückgegangen, und die Siemens-Energy-Aktie hat sich deutlich erholt, notiert aktuell bei 154,50 Euro. Damit allerdings ist sie noch weit entfernt von ihrem Höchststand von Ende Februar. Und erst recht von der jüngst veröffentlichten Prognose einer US-Bank.
BofA hob Kursziel für Siemens Energy auf 220 Dollar
Denn am 25. Februar war die Aktie von Siemens Energy nach einem monatelang anhaltenden Aufwärtsmarsch kurzzeitig bei einem Kurs von 171,65 Euro gehandelt worden. Im Vergleich zu ihrem Tiefststand im Jahr 2025, ausgebildet bei 41,81 Euro Anfang April, entsprach das mehr als einer Vervierfachung. Selbst jetzt, nach der Korrektur, beläuft sich der Aufschlag noch auf rund 270 Prozent.
Ist die Aktie der Münchner damit zu heiß gelaufen? Keineswegs, glaubt man bei der Bank of America. Denn am Freitag, kurz vor dem Energiepreis-Schock, hatten sich die Analysten der US-Bank gemeldet und sehen nach wie vor erhebliches Aufwärtspotenzial.
- In einer neuen Studie hob die BofA das Kursziel für Siemens Energy von 200 auf 220 Euro an, hieß es auf ariva.de
- Der Energietechnikkonzern zähle laut der Bank zu den „wichtigsten europäischen Investmentideen für das Jahr 2026“
Servicegeschäft um Gasturbinen unterschätzt?
Im Zentrum der positiven Einschätzung steht dem Bericht zufolge ein Geschäftsfeld, das aus Sicht der Analysten bislang deutlich unterschätzt wird: das Servicegeschäft rund um Gasturbinen. Nach Einschätzung der BofA könnte der Gewinn in diesem sogenannten Aftermarket-Segment für Siemens Energy bis 2035 auf fast fünf Milliarden Euro steigen „und sich damit etwa verdreifachen“.
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