Siemens Energy-Aktie: Neue Zuversicht!

Die Aktie von Siemens Energy hat sich zuletzt wieder deutlich erholt. Eine Neueinschätzung mit Kurszielerhöhung durch die UBS half dabei zweifellos.

Auf einen Blick:
  • Die Siemens-Energy-Aktie erholt sich nach Kursschwäche wieder
  • Die UBS hatte das Kursziel für den Energietechnik-Konzern erhöht
  • In ihren Prognosen sind sich die Analysten jedoch nicht einig
  • Die Mehrheit indes empfiehlt nach wie vor den Kauf der Papiere

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Wochenstart für Siemens Energy an der Börse kann als gelungen bezeichnet werden. Im Xetra-Handel hatten sich die Papiere des Energietechnik-Konzerns mit einem Plus von 3,37 Prozent auf 152,64 Euro am Montag gar an die Dax-Spitze gesetzt. Am Dienstagvormittag geht es weiter aufwärts auf aktuell gut 154 Euro. Noch ist die Siemens-Energy-Aktie damit zwar ein gutes Stück von ihren Höchstständen aus dem April entfernt, als kurzzeitig 191 Euro auf dem Kurszettel standen, allerdings sorgte nach mehreren Tagen mit Verlusten eine Kurszielerhöhung durch eine renommierte Bank am Montag unter Anlegern offenbar für neue Zuversicht.

UBS hebt Kursziel für Siemens Energy an

Laut des Nachrichtenportals t-online erhielten die Anteilscheine von Siemens Energy Rückenwind durch einen positiven Kommentar der schweizer Bank UBS, die ihre Prognose für die Aktie um 35 Euro auf jetzt 210 Euro nach oben geschraubt habe. Diskutiert werde am Markt „vor allem die Frage, wann die Dynamik der Auftragseingänge nachzulassen beginnt“, schrieb Analyst Christopher Leonard demnach am Montag.

  • Er rechne für das kommende Jahr mit steigenden Aufträgen in Relation zum laufenden Jahr, hieß es
  • Untermauert werde seine positive Sicht von der jüngst erhöhten Wachstumsprognose für das Geschäft mit Gasturbinen

Quartalszahlen am 8. August erwartet

Und so geht Siemens Energy durchaus mit hohen Erwartungen in die Vorlage der Quartalszahlen am 8. August. Nach der überraschend starken Anhebung der Jahresprognose im April richten sich die Blicke der Analysten weniger auf das abgelaufene Quartal als auf den Ausblick für den Rest des Geschäftsjahres. Das Management erwartet laut Medienberichten inzwischen ein Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent, eine operative Marge von 10 bis 12 Prozent, einen Nettogewinn von rund vier Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow vor Steuern von etwa acht Milliarden Euro.

Der Analystenkonsens bleibt indes überwiegend positiv. Laut den zusammengefassten Schätzungen rechnen Experten für das Quartal mit einem Umsatz von rund 11,1 Milliarden Euro und einem operativen Gewinn, der den anhaltenden Boom im Netztechnikgeschäft widerspiegeln dürfte. Die Nachfrage nach Hochspannungs- und Netzanschlusstechnik gilt unverändert als größter Kurstreiber, während sich auch das Gasturbinengeschäft robust entwickelt. Dagegen bleibt die Entwicklung der Windkrafttochter Siemens Gamesa der wichtigste Unsicherheitsfaktor.

Analysten bei Siemens Energy uneins

Bemerkenswert ist die große Spannbreite der Analystenmeinungen. Während die Mehrheit der Banken die Aktie zum Kauf empfiehlt und Kursziele deutlich oberhalb des aktuellen Niveaus sieht, warnen skeptischere Häuser vor einer inzwischen ambitionierten Bewertung. Die Diskussion dreht sich vor allem um die Frage, ob der außergewöhnlich hohe Auftragseingang strukturell nachhaltig ist oder seinen zyklischen Höhepunkt bereits erreicht hat.

Zu den Skeptikern gehört etwa Vlad Sergievskii von der britischen Investmentbank Barclays, der das Kursziel für Siemens Energy zwar von 110 auf 130 Euro angehoben, die Aktien aber von „Equal Weight“ auf „Underweight“ abgestuft hatte. Auftragseingang und Free Cashflow dürften bereits 2026 ihren Zenit erreichen, argumentierte er.

Mittleres Kursziel liegt bei 198 Euro

Das mittlere Kursziel liegt laut marketscreener.com derweil bei 198,48 Euro, was einen mittelfristigen Kurszuwachs von immerhin gut einem Drittel verspricht. Entsprechend lauten die Empfehlungen: Von aktuell 25 Analysten

  • empfehlen 19 den Kauf der Aktie
  • drei plädieren derzeit auf Halten
  • ebenfalls drei würden verkaufen

Phil Buller von der US-Bank JPMorgan ist optimistisch: Der Analyst hatte die Einstufung für die Aktie in der Vorwoche auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 235 Euro belassen. Mit der angekündigten Umbenennung in Omterra komme das Einsparpotenzial durch ausbleibende Kosten für die Namensrechte deutlich früher als erwartet zum Tragen, schrieb er am Mittwoch. Für den Free Cashflow sieht Buller „strukturellen Auftrieb im mittleren einstelligen Prozentbereich“.

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