Siemens Energy-Aktie: Neue Top-Chance!

Trotz des jüngsten Kursrückgangs erwartet die BofA bis 2030 höhere Margen und schätzt den freien Cashflow auf 45 bis 50 Milliarden Euro.

Auf einen Blick:
  • Aktie verlor binnen fünf Tagen 13,12 Prozent
  • BofA erwartet 21 bis 23 Prozent EBITDA-Marge
  • Freier Cashflow auf 45 bis 50 Milliarden Euro geschätzt
  • BofA-Kursziel liegt bei 250 bis 260 Euro

Liebe Leserinnen und Leser,

Einen ausgesprochen bitteren Verlauf nimmt das Börsengeschehen für die Aktie von Siemens Energy. Es geht immer weiter nach unten, so der bisherige Eindruck der vergangenen Tage. Schon werden Abgesänge auf die Dax-Aktie angestimmt. Experten meinen, vollkommen zu Unrecht. Die aus wirtschaftlicher Sicht formulierten Stimmen sind deutlich zuversichtlicher als die Börse. Die bestimmt indes aktuell die Stimmung und die Frage wird sein, wie lange sich die Börse noch gegen wirtschaftliche Fakten wird stemmen können.

Tatsächlich war die Dominanz der Börsenstimmung noch am Freitag eindrucksvoll erneut zu besichtigen: Minus 3,2 % standen für die Aktie von Siemens Energy auf den Börsentafeln.

Das Papier hatte mit einem Kurs um 123,30 Euro begonnen und wurde dann im Tagesverlauf fast durchgehend immer weiter nach unten gedrückt. Hier wird weiterhin ein Tief nach dem anderen getestet. Nur war aktuell kein Beleg für die tatsächliche Schwäche des Unternehmens zu finden.

Siemens Energy: Der Trend ist aktuell eindeutig

Allerdings ist die Aktie auch in den zurückliegenden fünf Tagen bereits ähnlich schwach gewesen. Minus 13,12 % ist das Ergebnis einer Woche, die ausgesprochen viele Fragen hinterlassen hat. Nimmt man den Nachrichtenflow, hat das Unternehmen nun ohne eigenes Zutun verloren. Hier sind die Börsen offensichtlich dennoch der Meinung, dass die Schwäche der KI-Industrie auch bei Siemens Energy Spuren hinterlassen wird.

Ganz konkret: Man zweifelt daran, dass die KI-Industrie ihre schuldenfinanzierten Investitionen weiterhin so vorantreiben kann wie bisher. So jedenfalls der Gedankengang. Siemens Energy lebt vor allem auch vom Bau der KI-Rechenzentren beziehungsweise der dafür benötigten Energieinfrastruktur.

Die Voraussetzungen stehen derzeit in Zweifel

Wenn es hier also Einschnitte geben würde, weil die KI-Industrie ihre eigenen Pläne nicht mehr finanzieren kann, sollte das Geschäft von Siemens Energy schwächer werden. Dazu eine Studie der Moody’s: Die hat vor kurzem festgestellt, dass die Investitionen in die KI-Infrastruktur sogar zunehmen werden.

Im laufenden Jahr wird damit zu rechnen sein, dass in etwa 800 Millionen Dollar in die KI-Infrastruktur investiert werden. Im kommenden Jahr sollen es dann sogar 1,2 Billionen Dollar werden. Das ist ein fabelhafter neuer Rekord.

Die große Frage der Börsen: Bei steigenden Zinsen könnte es doch passieren, dass die Unternehmen diese unfassbaren Summen gar nicht mehr finanzieren und damit auch investieren können? Das alles ist allerdings mit den wirtschaftlich erwartbaren Entwicklungen kaum zu vereinbaren. Selbst wenn es bei einzelnen Unternehmen Schwierigkeiten geben würde, wird dies erst in einigen Jahren eine größere Rolle spielen, wenn die Erträge ausbleiben. Die Siemens Energy, die vor allem zunächst von diesen Investitionen und dem Betrieb der Anlagen profitiert, wird davon so schnell nicht betroffen sein.

Unglaubliche Zahlen durch Studien

Es gibt durchaus Studien, zuletzt von der Bank of America (BofA), wonach das Unternehmen hier sogar eher positiv überraschen kann. Die Wachstumsaussichten seien sogar etwas besser als gedacht, zumindest langfristig. Bis 2030 sollte das Unternehmen für entsprechende Überraschungen sorgen, so die Studie. Ganz konkret werde das Unternehmen bis zum Jahr 2030 eine höhere Gewinnmarge produzieren, erwarten die Analysten. Dies betrifft hier das EBITDA, also die Gewinne ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Der Markt ginge bis dato von einer EBITDA-Marge in Höhe von 19 % aus. Die BofA traue der Siemens Energy eine Zielspanne von 21 % bis 23 % zu, heißt es. Das sind 20 % bis 40 % mehr als das, was die sonstigen Studien für die Siemens Energy hergeben.

Siemens Energy wird stärker wachsen als gedacht

Tatsächlich würde vor allem beim „kumulierten free Cashflow“, also der Ansammlung frei nutzbarer Zahlungsmittelzugänge, eine Überraschung zu erwarten sein. Dieser Wert würde auf 45 bis 50 Mrd. Euro zu schätzen sein. Der Markt geht hier von deutlich geringeren Werten aus.

Das Ergebnis der Studie liest sich dann auch enorm. Zunächst hält die BofA darin fest, der Konzern wäre im Vergleich zum direkten Konkurrenten GE Vernova sogar zu günstig gehandelt. Der Bewertungsabschlag belaufe sich auf rund 50 %, eine enorme Zahl.

Deshalb hat die BofA auch ein Kursziel von 250 bis zu 260 Euro genannt. Das ist nicht nur ausgesprochen stark, sondern wäre ein Aufschlag im Umfang von über 100 % zum aktuellen Kursniveau der Siemens Energy.

Apple Aktie Chart

Tatsache ist auch:  Siemens Energy zeigt sich an den Börsen real allerdings derzeit klar im Abwärtstrend. Hier wird die Stimmung der gesamten KI-Industrie gegen die wirtschaftlich glänzenden Aussichten von Siemens Energy ausgespielt. Am Ende sind vor allem die JP Morgan (Kursziel: 245 Euro)  wie auch die BofA so zuversichtlich, wie es besser kaum sein könnte. Ein niedrigerer Kurs kann vor diesem Hintergrund zumindest für einige der Beobachter sicherlich auch zufriedenstellend sein.

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