Siemens Energy wurde vom niederländischen Offshore-Plattformbetreiber SBM Offshore ausgewählt, Stromerzeugungsanlagen und Gaskompressoren für zwei schwimmende Produktionsplattformen des brasilianischen Ölkonzerns Petrobras zu liefern. Die Systeme werden auf den Plattformen P-81 und P-87 im Sergipe-Alagoas-Becken vor der Küste Brasiliens installiert.
Siemens Energy-Aktie: 16 Systemmodule, 900 Arbeitsplätze, Lieferung bis 2028
Insgesamt liefert Siemens Energy 16 modulare Systemeinheiten – acht für jede Plattform. Jedes Paket umfasst vier gasturbinenbetriebene Generatoren zur Stromerzeugung, drei gasturbinenangetriebene Kompressoreinheiten zur Gasverarbeitung und -förderung sowie einen elektrisch angetriebenen Kompressor zur Gaseinpressung in das Reservoir.
Der Großteil der Ausrüstung wird im Fertigungswerk von Siemens Energy in Santa Bárbara d’Oeste im Bundesstaat São Paulo montiert. Der Standort lieferte seit 2012 rund 150 Offshore-Modulpakete aus.
Das neue Projekt schafft nach Konzernangaben rund 400 direkte und 500 indirekte Arbeitsplätze. Die erste Lieferung an SBM Offshore ist für Ende 2027 geplant, die abschließenden Lieferungen folgen 2028.
Siemens Energy-Aktie: Zwei Plattformen, 240.000 Barrel Öl pro Tag ab 2030
Zur Einordnung: Das Sergipe-Alagoas-Becken gilt als eine der bedeutendsten Öl- und Gasgebiete Brasiliens. Gemeinsam werden die beiden Plattformen eine Kapazität von bis zu 240.000 Barrel Öl und 22 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag haben. Der Produktionsbeginn ist für 2030 geplant, Gasexporte starten 2031.
Der Petrobras-Auftrag unterstreicht die globale Aufstellung des deutschen Konzerns jenseits der derzeit besonders beachteten Stromnetztechnologie: Das Oil-&-Gas-Upstream-Geschäft mit Kompressoren und Turbinen für Offshore-Plattformen ist ein stabil wachsendes Segment, das Siemens Energy durch lokale Fertigungskapazitäten in Brasilien besonders wettbewerbsfähig bedienen kann.
Finanzielle Details zum neuen Großauftrag waren zunächst nicht bekannt.
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