Siemens Energy-Aktie: Kursziel-Knaller – das ist die Wahrheit!

Trotz Kursverlusten und reduziertem Kursziel von RBC sehen Analysten bei Siemens Energy weiteres Potenzial. KI-Rechenzentren treiben die Nachfrage nach Strominfrastruktur.

Auf einen Blick:
  • Aktie startet mit Verlusten in die Woche
  • RBC senkt Kursziel auf 200 Euro
  • Bernstein sieht starke Nachfrage durch KI-Rechenzentren
  • Strenge Stornierungsbedingungen könnten Risiko bergen

Die Siemens Energy-Aktie startete mit einem Minus in die neue Woche. So verlor der Energietechnik-Titel am Montagmorgen 1,3 % auf 151,4 Euro. Dem Papier gelang somit weiterhin kein nachhaltiger Ausbruch nach oben. Auf 6-Monats-Sicht beläuft sich das Minus auf 8,6 % (Stand: 24.08.2026, 9:10 Uhr).

Siemens Energy-Aktie: Analyst reduziert Kursziel auf 200 Euro

Derweil sehen viele Analysten Renditepotenzial, wenngleich Mark Fielding vom Institut RBC sein Kursziel für die Siemens Energy-Aktie kürzlich von 210 auf 200 Euro reduziert hat. Seine Einstufung „Outperform“ bekräftigte er aber.

Der Experte verwies auf die starke Entwicklung im Kapitalgütersektor: Das zweite Quartal sei das stärkste seit drei Jahren gewesen. Besonders der Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz treibe die Nachfrage nach Energieinfrastruktur an.

Siemens Energy-Aktie: Bernstein-Experte betont hohe Nachfrage nach KI-Rechenzentren

Ebenfalls geäußert hat sich Bernstein Research. Dessen Analyst Varun Govindaraj bestätigte kürzlich seine Einstufung „Outperform“ und beließ sein Kursziel bei 210 Euro.

Hintergrund der Einschätzung ist unter anderem eine Umfrage von Bernstein unter 50 Führungskräften aus dem Bereich Beschaffung für Rechenzentren. Dabei zeigt sich, dass der Ausbau der Rechenzentren zwar auf hohe Nachfrage trifft, gleichzeitig aber zunehmend durch begrenzte Kapazitäten gebremst wird. Dazu gehören unter anderem Fachkräfte, Stromversorgung und die notwendige Infrastruktur.

Siemens Energy ist ein wichtiger Profiteur des Ausbau der Strominfrastruktur für Rechenzentren. Solche Serverfarmen erfordern z.B. Transformatoren, Stromübertragung, Netzanschlüsse und weitere elektrische Infrastruktur. Je größer der weltweite Bedarf an Rechenzentren wird, desto mehr muss auch das Stromnetz ausgebaut werden und desto größer ist die Nachfrage nach den Produkten von Siemens Energy.

Siemens Energy-Aktie: Analyst verweist auf Stornierungsbedingungen

Interessant ist, dass Bernstein-Analyst Varun Govindaraj betonte, dass bei einer möglichen Verlangsamung des Ausbaus der Rechenzentren relativ strenge Stornierungsbedingen gelten würden. Dadurch würde die Nachfrage zunächst künstlich hochgehalten, obwohl eigentlich weniger neue Anlagen benötigt werden.

Langfristig könnte das jedoch zum Problem werden: Die Kunden hätten dann möglicherweise zu viel Kühl- und Stromversorgungstechnik auf Lager und müssten ihre Bestellungen später deutlich zurückfahren. Ein Abschwung bei den Investitionen in Rechenzentren könnte dadurch stärker und schmerzhafter ausfallen, weil die Kunden zunächst ihre überschüssigen Bestände abbauen müssten, so der Experte.

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