Die KI-Revolution beschert Siemens Energy glänzende Zahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 kletterte der Nettogewinn auf 746 Millionen Euro. Das ist fast das Dreifache des Vorjahreswerts von 252 Millionen Euro. Die Analystenschätzung von 732 Millionen Euro wurde damit übertroffen. Der Auftragseingang legte um über 30 Prozent auf 17,61 Milliarden Euro zu, der Auftragsbestand erreichte mit 146 Milliarden Euro einen historischen Höchststand.
Die Zahlen zeigen deutlich, woher der Wind weht. Rechenzentren für künstliche Intelligenz brauchen Energie, und zwar massig. Siemens Energy liefert genau das, was gefragt ist. Große Gasturbinen und Netztechnik sind die Gewinner dieser Entwicklung. Die USA waren dabei der größte Wachstumstreiber beim Auftragseingang. Chef Christian Bruch spricht von anhaltend hoher Nachfrage, die sich direkt in der Performance niederschlägt.
Auch Gamesa macht Fortschritte
Selbst die Problemtochter Siemens Gamesa zeigt Besserung. Der operative Verlust schrumpfte auf 46 Millionen Euro, verglichen mit 374 Millionen im Vorjahresquartal. Die Qualitätsprobleme scheint man langsam in den Griff zu bekommen, die Produktivität steigt. Das Ergebnis vor Sondereffekten verdreifachte sich fast konzernweit auf 1,16 Milliarden Euro. Die Marge kletterte von 5,4 auf beachtliche 12 Prozent.
Siemens Energy AG Aktie Chart
Siemens Energy bestätigte zudem die Jahresprognose. Für 2026 wird ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent erwartet, die Marge soll zwischen 9 und 11 Prozent liegen. Der Nettogewinn wird zwischen 3 und 4 Milliarden Euro gesehen. Die Aktie hat sich nun in zwei Jahren verzehnfacht und ist aktuell Deutschlands sechstwertvollstes börsennotiertes Unternehmen mit über 130 Milliarden Euro Marktwert. Die Aktie startete am Mittwoch angesichts der guten News wenig überraschend mit einem Plus von mehr als 5 Prozent in den Handel. Die Rally der letzten Monate könnte also heute neuen Treibstoff erhalten haben.
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