Siemens Energy hat seine weltweite Liquiditätsplanung grundlegend modernisiert. Wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland in einem aktuellen Beitrag beschreibt, wurden die bislang unterschiedlichen Planungsprozesse von Siemens Energy und Siemens Gamesa in einem gemeinsamen System zusammengeführt.
Ziel war es, schneller und zuverlässiger zu erkennen, wie sich die finanzielle Situation des Konzerns entwickelt.
Siemens Energy-Aktie: Mehr Überblick über die eigene Liquidität
Eine besondere Herausforderung war die Größe des Konzerns: Die Liquiditätsplanung musste für rund 300 Gesellschaften weltweit vereinheitlicht werden. Dafür wurden Daten aus mehr als 20 verschiedenen Systemen in einer zentralen Datenplattform zusammengeführt, betonte PWC. So kann Siemens Energy den Finanzstatus täglich aktualisieren und die erwartete Entwicklung der Liquidität über einen Zeitraum von zwölf Monaten betrachten.
Dabei setzt der Konzern laut PWC auf eine Kombination aus menschlicher Erfahrung und automatisierten Prognosen. Für 80 Gesellschaften mit besonders großer Bedeutung für den Cashflow werden weiterhin detaillierte Planungen erstellt. Bei den übrigen 220 Gesellschaften helfen bis zu 13 Machine-Learning-Modelle, die zukünftigen Zahlungsströme vorherzusagen. Die Modelle werden laufend überprüft und angepasst, um ihre Genauigkeit zu verbessern.
Siemens Energy-Aktie: Bessere Entscheidungen durch bessere Prognosen
Die neue Lösung ermöglicht Siemens Energy zudem, für den Konzern passende Bereiche für die verfügbare Liquidität und entsprechende Zielwerte zu bestimmen. Dabei werden unter anderem Schwankungen an den Finanzmärkten und die Kosten für die Finanzierung berücksichtigt, erklärte die Beratungsgesellschaft. Das soll helfen, Risiken früher zu erkennen und finanzielle Entscheidungen besser vorzubereiten.
Die einheitliche Plattform ermöglicht heute eine laufende Überwachung der Liquidität in 93 Ländern. Laut PwC haben die neuen Prozesse die Genauigkeit der Prognosen verbessert, den manuellen Aufwand reduziert und die Grundlage für schnellere strategische Entscheidungen geschaffen. Michael Cremer, Chef der Finanzverwaltung bei Siemens Energy, bezeichnet die Transformation als wichtigen Schritt für die digitale Weiterentwicklung des Finanzbereichs.
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