Siemens Energy-Aktie: Immer noch nicht ausgestanden!

Die Aktie von Siemens Energy tut sich aktuell extrem schwer. US-Zinsängste und eine Verkaufsempfehlung wirken beim Energietechnikkonzern offenbar nach.

Auf einen Blick:
  • Die Aktie von Siemens Energy hat am Dienstag wieder abgegeben
  • Seit Mitte vergangener Woche steht ein deutlicher Abschlag
  • Nachrichten aus den USA belasten Technologie- und Halbleiterwerte
  • Hinzu kam eine Verkaufsempfehlung mit extrem niedriger Prognose

Die Aktie von Siemens Energy kommt nach dem Kursknick aus der vergangenen Woche nicht mehr in die Spur. Nach einer Verkaufsempfehlung und aufkommenden Zinsängsten in den USA waren die Papiere des Münchner Energietechnikkonzerns von zuvor 145 auf bis zu 124 Euro eingeknickt. Zwar erholte sich die Siemens-Energy-Aktie zwischenzeitlich wieder auf bis zu 136 Euro, ging am Dienstag allerdings erneut tiefer bei lediglich 130 Euro aus dem Xetra-Handel. Was verunsichert die Anleger aktuell so sehr?

US-Zinsängste drückte Siemens Energy nach unten

Laut einer Analyse der Stuttgarter Zeitung waren überraschend hohe US-Inflationsdaten der Auslöser des Kursrückgangs bei Siemens Energy. „Sie schüren die Sorge, dass die Zinsen länger auf einem hohen Niveau bleiben könnten“, wie es heißt. Dies belaste insbesondere Unternehmen und Branchen, deren Wachstum von umfangreichen Investitionen abhängt.

  • Siemens Energy sei davon indirekt betroffen, profitiere der Konzern doch unter anderem vom weltweit steigenden Strombedarf
  • Doch nun würden Finanzierungskosten durch höhere Zinsen teurer, was Investitionsprojekte beeinträchtigen könne

Auch andere Technologie- und Halbleiterwerte wie Infineon, Aixtron und Süss MicroTec gerieten demnach unter Druck. Siemens Energy aber hat es mit am heftigsten erwischt – was mit einem anderen Umstand zusammenhängen dürfte.

Kursziel 100 Euro für Aktie von Siemens Energy

Denn nachdem zahlreiche Analysten die Aktie von Siemens Energy zuletzt empfohlen hatten, darunter RBC (Kursziel 200 Euro) und die Deutsche Bank (210 Euro), goss mwb research in der vergangenen Woche Wasser in den Wein. „Trotz des jüngsten Kursrückgangs halten wir die Aktie nach wie vor für zu teuer“, ließ man wissen. Das Hamburger Institut hält die Münchner zwar für ein „exzellentes Unternehmen“, die Prognose blieb dennoch bei vernichtenden 100 Euro. Sollte mwb Recht behalten, könnte die Aktie noch um ein weiteres Viertel abrutschen.

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