Siemens Energy-Aktie: Das hat so gar nicht funktioniert!

Die Aktie von Siemens Energy hat ihre Erholungsphase schon wieder beendet. Die erneuerte Kaufempfehlung durch JP Morgan mit hohem Kursziel blieb ohne Wirkung.

Auf einen Blick:
  • Die Siemens-Energy-Aktie verlor am Mittwoch fast zwei Prozent an Wert
  • Dabei hatte eine US-Bank ihre Kaufempfehlung für die Papiere erneuert
  • Die Prognose bleibt hoch, der Energietechnik-Konzern auf der Analyst Focus List

Was passiert, wenn ein Analyst sein hohes Kursziel für eine Aktie bestätigt und zum Kauf rät? Die Papiere werden steigen, könnte man annehmen. Doch bei Siemens Energy hat das am Mittwoch so gar nicht funktioniert. Denn nach einem positiven Kommentar eines US-Analysten schoben sich die Papiere des Energietechnikkonzerns zwar anfänglich um rund ein Prozent ins Plus. Doch noch am Vormittag drehte sich der Wind, die Siemens-Energy-Aktie sackte plötzlich ab und ging letztlich bei 1,9 Prozent im Minus und 145 Euro aus dem Handel.

Hohes Kursziel für Siemens Energy bestätigt

Es war Phil Buller von der US-Bank JP Morgan, der Siemens Energy nach Gesprächen mit Konzernchef Christian Bruch am Mittwochmorgen nicht allein mit einem Kursziel von 245 Euro auf „Overweight“ belassen hatte, fast 70 Prozent über dem aktuellen Kursstand. Die Aktie steht zudem auf der „Analyst Focus List“ der US-Bank. Bruch habe sich insgesamt positiv geäußert und von einer weiter starken Nachfrage im Sommer gesprochen, schrieb Phil laut finanzen.net. Zudem sehe der CEO den Energietechnikkonzern auf einem guten Weg, das obere Ende der angestrebten Jahresgewinnspanne zu erreichen.

Dass die Aktie von Siemens Energy nach einer solchen Einschätzung ihre zuletzt begonnene Erholung unterbrach, kommt also durchaus überraschend. Zumal zwei weitere Institute Anfang September eine positive Prognose zur Aktie abgegeben hatten:

  • Jefferies: 210,00 Euro
  • Deutsche Bank: 210,00 Euro

SpaceX für Siemens Energy wohl kein Konkurrent

Somit erwarten sowohl Jefferies als auch Deutsche Bank Research bei Siemens Energy mittelfristig ein Kursplus von knapp 45 Prozent. Die Pläne von Elon Musk zur Herstellung von Gasturbinenkomponenten seien weitaus weniger bedrohlich für die Gasturbinen-Anbieter als es zunächst erscheinen möge, schrieb Gael de-Bray von der Deutschen Bank in der Vorwoche. SpaceX gehe es wohl in erster Linie darum, die Stromversorgung für seine KI-Rechenzentren in angemessener Zeit sicherzustellen.

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