Siemens Energy-Aktie: „Große Risiken!“

Die Aktie von Siemens Energy erholt sich weiter von ihrem Kursknick der Vorwoche. Im Unternehmen selbst aber rumort es angesichts von konkreten Abspaltungsplänen.

Auf einen Blick:
  • Die Siemens-Energy-Aktie hat die Woche mit einem Kursplus begonnen
  • Am Standort in Mülheim hingegen erhebt sich Kritik am Management
  • Der Betriebsrat sieht Gefahren in geplanter Abspaltung der Industriesparte
  • Gehen bei Transformation of Industry (ToI) Arbeitsplätze verloren?

Die Aktie von Siemens Energy ist mit dem Gesamtmarkt freundlich in die neue Börsenwoche gestartet. Von 140,20 Euro zum Ende des Xetra-Handels am Freitag, ging es mit den Papieren des Energietechnik-Konzerns auf zwischenzeitlich 143 Euro, ein Aufschlag von rund zwei Prozent. Damit schob sich die Siemens Energy-Aktie, die zum Beginn der Vorwoche nach Diskussionen um KI einen herben Dämpfer erlebt hatte, wieder fast auf ihr damaliges Ausgangsniveau. Ein wirklicher Durchbruch aber will ihr nicht gelingen. Und auch die Pläne des Managements für die Zukunft kommen nicht überall gut an.

Kritik an Abspaltungsplänen bei Siemens Enery

Denn seit dem 25. August ist bekannt, dass Siemens Energy mit Vorbereitungen für die Abspaltung des Geschäftsbereichs Transformation of Industry (ToI) begonnen hat. Ziel sei ein unabhängiges Unternehmen für industrielle Energielösungen „mit größerer unternehmerischer Flexibilität und zusätzlichen Wachstumschancen“, wie das Management betonte. Doch in der Belegschaft sind die Pläne hochumstritten. Der Betriebsrat in Mülheim (Ruhr) sehe „große Risiken“ in der geplanten Abspaltung, meldete die WAZ am Wochenende.

  • Er sehe eine Gefährdung für die Arbeitsplätze und den Standort Mülheim und fordere den Schutz der Beschäftigten
  • Weltweit sind 17.000 Menschen im ToI-Segment von Siemens Energy beschäftigt, in Mülheim sind es 550

„Transformation of Industry hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich entwickelt und ist heute ein profitables Geschäft mit hohem Wachstum“, meint Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG. Man sehe „Potenzial für weiteres profitables Wachstum, wenn wir die weitere Entwicklung des Geschäfts beschleunigen können“.

Sind Arbeitsplätze bei Siemens Energy gefährdet?

Und genau das soll durch die geplante Eigenständigkeit gelingen. In der heutigen Konzernstruktur konkurriere das Segment bei Investitionen mit Geschäftsbereichen, die noch schneller wachsen, so das Argument. Die Arbeitnehmervertreter sehen das anders – und verbinden Flexibilität wohl vor allem mit einem drohenden Arbeitsplatzabbau.

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