Siemens Energy-Aktie: Grandios geirrt!

Die Aktie von Siemens Energy ist in dieser Woche weitere 12 Prozent eingebrochen. Dabei hatte ein Analyst den Energietechnik-Konzern kurz davor explizit empfohlen. Tja.

Auf einen Blick:
  • Die Siemens Energy befindet sich seit Anfang Oktober im Ausverkaufsmodus
  • Sorgen um den weiteren KI-Hochlauf belasten auch den Energietechnik-Konzern
  • Ein US-Analyst hatte die Papiere vor gut einer Woche auf „Overweigh“ belassen
  • Mit seinem Kursziel von 245 Euro aus dem September lag aber er bereits daneben

Die Aktie von Siemens Energy taumelt: Am 6. Oktober noch mit 151 Euro bewertet, rutschte sie vor dem Wochenende im Xetra-Handel weitere 2,88 Prozent auf letztlich noch knapp 119 Euro. Somit haben die Papiere des Energietechnik-Konzerns aus München binnen weniger als drei Wochen mehr als 20 Prozent an Wert eingebüßt. Seit Wochenanfang waren es allein rund zwölf Prozent Minus für die Siemens-Energy-Aktie. Sie scheint derzeit Opfer der Ausverkaufsstimmung im KI-Sektor zu sein, lag die bisherige Hoffnung doch vor allem auf der Versorgung energiehungriger Rechenzentren mit Technologie aus München.

JP Morgan hatte Siemens Energy zum Kauf empfohlen

Das hatte am vorigen Wochenende Phil Buller von der US-Bank JP Morgan noch einmal betont. Die Marktstimmung für den Investitionsgütersektor während seiner jüngsten Marketingreise in die USA sei pessimistisch gewesen, schrieb er zwar. Er bleibe aber bei seiner Einschätzung, „dass es derzeit solide Argumente für die europäischen Sektorakteure im Vergleich zu jenen in den USA gibt“, wie er schrieb.

  • In der Folge hatte Buller die Einstufung für Siemens Energy auf „Overweight“ belassen
  • Auch wenn er sich offenbar scheute, ein neues Kursziel für die Papiere aufzurufen

Dies allerdings hatte Buller laut finanzen.net am 9. September bereits getan – und sich grandios geirrt. Bei rund 150 Euro war die Aktie an jenem Tag gehandelt worden. Nach Gesprächen mit Konzernchef Christian Bruch hatte er Siemens Energy mit einem Kursziel von 245 Euro auf „Overweight“ belassen. Die Aktie stehe zudem auf der „Analyst Focus List“ der US-Bank, hieß es.

Siemens Energy sei „auf einem guten Weg“

Bruch habe sich insgesamt positiv geäußert und von einer weiter starken Nachfrage im Sommer gesprochen, schrieb Phil Buller damals. Zudem sehe der CEO von Siemens Energy den Energietechnikkonzern „auf einem guten Weg, das obere Ende der angestrebten Jahresgewinnspanne zu erreichen“. Mag alles sein: Wer allerdings damals seinem Rat gefolgt sein sollte und in die Aktie investierte, hat in jedem Fall den falschen Zeitpunkt erwischt.

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