Siemens Energy ist an einem wichtigen Meilenstein für die Energiewende in Europa beteiligt. So hat der dänische Offshore-Windpark Thor kürzlich den ersten Strom geliefert. Betrieben wird der Standort vom deutschen Energiekonzern RWE, der hierfür auf Turbinen von Siemens Gamesa zurückgreift. Gamesa wiederum ist eine Tochterfirma von Siemens Energy.
Siemens Energy-Aktie: Thor-Projekt als Stärkesignal für Gamesa
Insgesamt stellt Gamesa 72 Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 15 Megawatt zur Verfügung. Der Clou: Thor setzt auf CO2‑reduzierte Stahltürme und recycelbare Rotorblätter – Nachhaltigkeitsmerkmale, die in europäischen Auktionen zunehmend über den Zuschlag entscheiden. Für Siemens Gamesa ist das eine Chance, sich technologisch wieder von asiatischen Wettbewerbern abzusetzen.
Vor allem die Tatsache, dass das Windpark-Projekt in der Nordsee nach Plan verläuft, dürfte für Siemens Energy eine Genugtuung sein. Seit einigen Jahren ist Gamesa das Sorgenkind des Energietechnikkonzerns, der dank seiner Netzkomponenten und Gasturbinen ansonsten massiv vom KI-Boom profitiert. Gamesa hatte 2025 als einzige Konzernspare einen operativen Verlust eingefahren – unter anderem wegen Qualitätsproblemen bei Onshore-Turbinen und verspäteter Zulieferungen.
Dass Thor nun so erfolgreich vorangeht, ist also durchaus ein positives Signal und könnte den vom Management forcierten Turnaround der Windkraft-Tochter unterstützen. Eine Abspaltung von Gamesa lehnte das Management Anfang 2026 übrigens ab und betonte das langfristige Wertpotenzial der Windkraft.
Siemens Energy-Aktie: Konzern hat auch Umspannwerk gebaut
Zur Einordnung: Der Windpark Thor soll 2027 vollständig in Betrieb gehen und dann rechnerisch bis zu einer Million Haushalte mit Grünstrom versorgen. Neben Windturbinen hat Siemens Energy auch ein Umspannwerk für das Projekt fertiggestellt.
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