Siemens Energy-Aktie: Eine Gegenreaktion!

Siemens Energy hat den Intel-Knick vom Freitag zumindest teilweise wieder ausgeglichen. Entscheidend aber werden die Zahlen in der kommenden Woche.

Auf einen Blick:
  • Die Aktie von Siemens Energy hat sich zum Wochenstart etwas erholt
  • Am Freitag war sie noch mitsamt der KI-Branche deutlich eingeknickt
  • Intel hatte die Märkte mit einer enttäuschenden Prognose geschockt
  • Siemens Energy wird in gut einer Woche den Quartalsbericht vorlegen

Es versprach nach dem Kursknick vom Freitag, als die Aktie von Siemens Energy im Xetra-Handel von zuvor 136,28 auf 126,92 Euro zurückfiel, ein weiterer, enttäuschender Börsentag für die Papiere des Energietechnik-Konzerns zu werden.  Bis zum frühen Nachmittag pendelte die Aktie recht uninspiriert um die Marke von 128 Euro, bevor sie plötzlich wieder nach oben strebte. Der Donnerstagskurs ist zwar noch ein Stück entfernt, aber gegen 15 Uhr durchbrach die Siemens-Energy-Aktie immerhin die 130-Euro-Schwelle, ging letztlich mit 2,4 Prozent im Plus bei genau 130 Euro aus dem Handel. Eine neue Nachricht war dafür gar nicht nötig.

Siemens Energy reagiert nach Intel-Schock

Es war der enttäuschende Quartalsausblick von Intel, der am Freitag die Papiere des US-Chip-Herstellers um zeitweilig mehr als 30 Prozent einbrechen ließ – und die gesamte KI-Branche mit nach unten riss. Auch Siemens Energy verlor gut sieben Prozent, liegen die Hoffnungen der Münchner doch nicht zuletzt auf rinrm massiven Ausbau von KI-Rechenzentren, wofür sie die Infrastruktur für die entsprechenden Strombedarf liefern sollen. Nun aber zeigten die Märkte eine erste Gegenreaktion.

Nach dem Ausverkauf bei den bisherigen Profiteuren des Rechenzentrumsbooms griffen die Anleger wieder zu, „und das nur wenige Handelstage, bevor der Energietechnikkonzern am 11. November seine Jahresbilanz vorlegt“, hieß es am Montag auf finanzen.net.

  • Die Erholung sei weniger eine Reaktion auf Neues als eine Wette darauf, dass die Sorgen um den Rechenzentrumsausbau überzogen waren
  • Ob diese Wette aufgehe, hänge an mehreren Faktoren, „die sich teils gegenseitig verstärken, teils neutralisieren“

GE Vernova hatte Siemens Energy angetrieben

In der Tat hatte GE Vernova am Mittwoch vergangener Woche ermutigende Zahlen vorgelegt – und Siemens Energy zunächst an der Börse mit angetrieben. Zumindest bis zum Donnerstag. Der Auftragseingang war beim US-Rivalen auf gut 29,3 Milliarden US-Dollar gestiegen, annähernd eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahresquartal. Ob Siemens Energy ähnlich erfolgreich war, wird sich in gut einer Woche weisen.

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