Der Mittwoch brachte für Siemens Energy einen Rücksetzer. Die Aktie verlor im Xetra-Handel 4,0 Prozent und schloss bei 174,00 Euro. Nach der jüngsten Rallye eine natürliche Korrektur. Der langfristige Trend bleibt intakt.
Denn das Marktumfeld hat sich fundamental verbessert. Die Sanierung der Windkrafttochter Gamesa kommt voran. Hinzu kommen optimistische Analysten, die neue Kursziele setzen.
Gamesa schrumpft die Verluste
Ein Schlüssel für die Bewertung bleibt die Windsparte. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 sank der operative Verlust auf 46 Millionen Euro. Das ist eine deutliche Verbesserung. Im Vorjahresquartal hatte das Minus noch bei 374 Millionen Euro gelegen.
Konzernchef Christian Bruch peilt für das vierte Quartal 2026 die Gewinnschwelle an. Das wäre der Zeitraum von Juli bis September. Der Turnaround basiert auf einem schlankeren Portfolio und der Beseitigung technischer Probleme bei den Onshore-Plattformen. Kurz gesagt: Die Trendwende zeichnet sich ab.
Analysten sehen Potenzial
Mehrere Investmentbanken bekräftigten zuletzt ihre optimistischen Einschätzungen. Die Deutsche Bank hob das Kursziel auf 200 Euro an. Jefferies sieht mit 215 Euro noch mehr Luft nach oben. Goldman Sachs liegt mit 212 Euro ebenfalls klar über dem aktuellen Kurs.
Die Begründung: Siemens Energy profitiert von einer starken Position im Netzinfrastruktur-Geschäft. Die Nachfrage nach Gaskraftwerken steigt. Die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr liegen bei rund 4,29 Euro je Aktie.
Technisch gesehen bleibt das Papier trotz der Kursschwäche intakt. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mehr als 30 Prozent. Ein klares Zeichen für den bestehenden Aufwärtstrend.
Ausblick
Am 5. August 2026 legt der Konzern die Zahlen für das dritte Quartal vor. Bis dahin wird die Volatilität bleiben, getrieben von Nachrichten zur Gamesa-Integration und neuen Großaufträgen. Die Weichen stehen auf Erholung – die Beweise müssen nun folgen.
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