Siemens Energy-Aktie: Es geht los!

Siemens Energy verliert weiter an Wert und unterschreitet die 200-Tage-Linie. Branchensorgen um KI-Investitionen belasten den Kurs.

Auf einen Blick:
  • Kurs fällt auf 133,28 Euro
  • 200-Tage-Linie erstmals seit Monaten unterschritten
  • Sorgen um KI-Rechenzentrum-Investitionen
  • Quartalszahlen am 5. August erwartet

Bergab geht es nun für die Aktie von Siemens Energy. Die Notierungen waren schon vorgestern um mehr als 6 % gefallen. Das führte zu einem Kurs von etwas weniger als 140 Euro. Nach einem erneuten Schwächeanfall um rund -3,3 % notiert die Aktie bei nur noch 133,28 Euro. Das ist zumindest an den Aktienmärkten die Wende.

Die Börsen haben hier eine eigenwillige Meinung!

Damit hat sich das charttechnische Bild deutlich eingetrübt. Die Aktie befindet sich inzwischen auch aus technischer Sicht im Abwärtstrend. So wurde in den beiden vergangenen Tagen erstmals seit Monaten wieder die 200-Tage-Linie unterschritten.

Siemens Energy Aktie Chart

Siemens Energy selbst hat als Unternehmen dazu aktuell wenig beigetragen. Vielmehr sieht es so aus, als habe sich die Stimmung in der Branche deutlich verschlechtert. Das hängt damit zusammen, dass die Kurse von Unternehmen aus dem KI-Sektor in Südkorea kräftig nachgegeben haben. Diese Entwicklung scheint nun auch auf andere KI-nahe Unternehmen auszustrahlen.

Siemens Energy gilt insofern als Profiteur des KI-Booms, als das Unternehmen vom Bau von KI-Rechenzentren profitiert. Offenbar wächst derzeit die Sorge, dass der Ausbau der Rechenzentrumskapazitäten zu teuer werden könnte und weltweit zu viele Projekte gleichzeitig geplant oder gebaut werden. Das könnte die Branche insgesamt und damit auch Siemens Energy belasten.

Das Warten auf die Zahlen beginnt

Ob Siemens Energy tatsächlich betroffen sein wird, dürfte sich spätestens mit der Vorlage der Quartalszahlen am 5. August zeigen. Das Unternehmen hatte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr zuletzt sogar angehoben. Insofern wäre es überraschend, wenn die Quartalszahlen enttäuschen würden.

Kurzfristig richtet sich der Blick allerdings vor allem auf die Charttechnik. Hier hat die Aktie derzeit nicht mehr allzu viele Argumente auf ihrer Seite. Dennoch bleibt das Gesamtbild statistisch betrachtet im grünen Bereich. Seit Jahresbeginn hat der Titel noch immer mehr als 20 % zugelegt. Zudem gehen Analysten weiterhin davon aus, dass die Aktie deutlich höher bewertet sein könnte als derzeit.

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