Einen sehr großen Abschlag machte gestern die Aktie von Siemens Energy. Es ging um 8,08 Prozent abwärts. Inklusive der ersten Handelsminuten am heutigen Tag kommt die Aktie auf einen Wert von 156,67 Euro.
Damit hat sich die Situation rund um Siemens Energy dramatisch verändert. Minus 5,7 Prozent Abstand zum GD100 deuten darauf hin, dass der Trend wechseln könnte. Die Aktie liegt zwar noch 9,4 Prozent vor dem sogenannten GD200, befindet sich jetzt aber in einer sehr kritischen Phase.
Ausgesprochen kritische Phase
Die Notierungen sind gestern mutmaßlich nicht wegen einer unternehmensspezifischen Meldung aus dem Konzern selbst nach unten gelaufen, sondern in erster Linie wegen eines neuen Kursziels der Barclays Bank. Barclays hat das Unternehmen auf „Underweight“ gestuft und die Aktie mit einem Kursziel von 130 Euro versehen.
Siemens Energy Aktie Chart
Barclays sieht das Problem vor allem im Gasturbinengeschäft. Das Unternehmen sei in den vergangenen sechs Monaten zu der Einschätzung gelangt, dass Aufträge über 50 Gigawatt gewonnen worden seien. Das würde ungefähr der gesamten weltweiten Nachfrage zwischen 2017 und 2023 entsprechen. Demzufolge drohe nun eine unvermeidliche Normalisierung, hieß es.
Demnach werde bald ein operativer Zenit erreicht. Der Free Cashflow werde 2026 seinen endgültigen Höhepunkt erreichen, heißt es. Ein Rekordwert von 7,62 Milliarden Euro stünde dann in den Büchern. Dies wäre möglicherweise der Punkt, an dem es anschließend nach unten geht.
Insofern wurde das neue Kursziel auf Basis der daraus folgenden Erwartungen gesetzt. Andere Analysten haben sich diesem Befund bis dato nicht angeschlossen.
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