Liebe Leserin, lieber Leser,
die Erholungsphase bei der Aktie von Siemens Energy scheint bereits wieder vorbei. Nachdem die Papiere des Energietechnik-Konzerns Ende April bei einem Kurs von 195 Euro ein neues Rekordhoch ausgebildet hatten, waren sie am 12. Mai nach Quartalszahlen bis auf 168 Euro eingeknickt – trotz einer Prognoseerhöhung für das laufende Geschäftsjahr. Doch die Märkte besannen sich, im Laufe des Donnerstags erholte sich die Siemens-Energy-Aktie in Frankfurt wieder auf zwischenzeitlich 182,80 Euro. Nun verlässt die Anlege offenbar der neue Mut, am Freitragmorgen notiert sie deutlich tiefer bei noch 174 Euro. An den Analysten liegt es eher nicht – mit einer Ausnahme.
Barcylays bleibt bei Siemens Energy skeptisch
Denn nach dem Quartalsbericht, bei dem Siemens Energy unter anderem Rekordwerte beim Auftragseingang auswies, hagelte es Kaufempfehlungen, von Deutscher Bank über Goldman Sachs bis JP Morgan. Nur Vlad Sergievskii von der britischen Investmentbank Barclays bleibt unbeirrt skeptisch: Er hatte hat das Kursziel für die Münchner zwar angehoben, aber lediglich von 100 auf weiterhin extrem bescheidende 110 Euro, die Einstufung beließ er auf „Equal Weight“.
Der Analyst sieht laut Medienberichten „Chancen und Risiken bei Siemens Energy momentan recht ausgewogen“, wie er am Dienstagabend nach dem Quartalsbericht schrieb. Die Bewertung preise allerdings den „besten Geschäftszyklus einer ganzen Generation bereits so ein, als ob er niemals enden würde“, mahnte er. Und so sieht Sergievskii die Aktie als aktuell deutlich überbewertet an – und prophezeit einen mittelfristigen Kurssturz um gut ein Drittel.
JP Morgan hebt Prognose auf 225 Euro an
Damit allerdings bildet der Barclays-Vertreter die große Ausnahme, wie an den übrigen Prognosen auf finanzen.net nach den Quartalszahlen erkennbar wird. Eine Auswahl:
- Goldman Sachs: 212,00 Euro
- Jefferies: 164,00 Euro
- Deutsche Bank: 200,00 Euro
- JP Morgan: 225,00 Euro
Besonders zuversichtlich zeigt sich aktuell also die US-Bank JPMorgan, die das Kursziel für Siemens Energy sogar von 200 auf 225 Euro angehoben und die Einstufung folglich auf „Overweight“ belassen hatte. Die langfristigen Aussichten für den Energietechnikkonzern besserten sich weiterhin, schrieb Phil Buller am Dienstagabend in seinem Fazit zum zweiten Geschäftsquartal.
Ergebnisprognose für Siemens Energy steigt
Auch Gael de-Bray von Deutsche Bank Research hat seine Prognose nach oben korrigiert: Den fairen Wert für die Aktie hob der Analyst von von 195 auf 200 Euro an, die Einstufung beließ er ebenfalls auf „Buy“. Die Anleger freuten sich auf die neuen Mittelfristziele bis 2030, die für November avisiert würden, schrieb er in seinem am Mittwoch vorliegenden Kommentar zum Quartalsbericht. De-Bray hob seine Ergebnisprognosen bis 2028 im Schnitt um zwei Prozent.
Auch die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für Siemens Energy mit einem Kursziel von 200 Euro auf „Outperform“ belassen. Die endgültigen Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal hätten die vorläufigen Eckdaten bestätigt, schrieb Colin Moody. Besonders positiv wertete er das ausgedehnte Aktienrückkaufvolumen des Münchner Unternehmens.
Konzern beschleunigt Aktien-Rückkaufprogramm
Wegen des unerwartet hohen operativen Mittelzuflusses werde der Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2025/26 (bis Ende September) bis zu einer Milliarde Euro mehr für Aktienrückkäufe ausgeben, teilte Siemens Energy laut Manager Magazin am Dienstag bei Vorlage der endgültigen Zahlen mit. „Den für 2025/26 in Aussicht gestellten Aktienrückkauf über zwei Milliarden Euro hat das Unternehmen bis auf 200 Millionen bereits ausgeschöpft“, heißt es.
Am Gesamtvolumen des bis 2028 geplanten Rückkaufprogramms von sechs Milliarden Euro ändert sich demnach allerdings nichts. Und die Anleger trauen dem Frieden angesichts eines Kursgewinns von rund 130 Prozent binnen eines Jahres offenbar nicht so recht.
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