Der Ausverkauf in der Techbranche nach dem Sieg der Demokraten in den US-Midterms hat auch die Aktie von Siemens Energy erwischt. Ausgehend von 131 Euro noch im Laufe des Mittwochs, waren die Papiere des Energietechnik-Konzerns bis auf knapp 111 Euro zurückgefallen, ein Abschlag von nicht weniger als 15 Prozent. Es war zugleich das Jahrestief für die Siemens-Energy-Aktie. Vor dem Wochenende hat sie sich dann auf 117 Euro erholt, was auch mit einer Neueinschätzung zu tun haben dürfte. Und diese hat es in sich.
UBS bestätigte hohes Kursziel für Siemens Energy
Es war Christopher Leonard von der Schweizer Großbank UBS, der am Donnerstag in einer Branchenstudie erste Rückschlüsse aus dem Wahlsieg der Demokraten für europäische Energietechnik-Werte zog. Das Fazit sei grundsätzlich eher negativ, dies aber mit gewissen Einschränkungen, wie es hieß. Außerdem sei durch den jüngsten Ausverkauf schon viel eingepreist. Siemens Energy gehöre zu den Werten, bei denen er die relativ großen Kursverluste „nicht für angebracht hält“.
- Leonard beließ die Einstufung für Siemens Energy in der Folge auf „Buy“ mit einem Kursziel von 210 Euro
- Auf dem aktuellen Kursniveau zählt er die Aktie zu seinen Favoriten, gemeinsam mit Schneider Electric, Prysmian und Andritz
Wirklich überzeugt scheinen die Anleger nicht. Zwar hat sich Siemens Energy von ihrem Tiefpunkt wieder verbessert. Zur Prognose allerdings fehlen gut 80 Prozent.
Fast alle Analysten raten zum Kauf von Siemens Energy
Doch der UBS-Analyst ist in seinem Optimismus nicht alleine: 192,55 Euro lautet das durchschnittliche Kursziel für die Aktie laut marketscreener.com im Moment. Von 28 Analysten raten derzeit 21 zum Kauf von Siemens Energy, vier würden die Papiere halten, nur zwei haben sie auf ihrer Verkaufs-Liste. Nichtsdestotrotz hat das Münchner Unternehmen allein im zurückliegenden Monat knapp 20 Prozent an Börsenwert eingebüßt.
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