Siemens Energy-Aktie: Ab sofort geht alles los!

Siemens Energy verzeichnet trotz Kursverlusten einen Rekordauftragsbestand und erstmals wieder Gewinne bei der Windkraft-Tochter Gamesa.

Auf einen Blick:
  • Aktie verliert deutlich an Wert
  • Rekordauftragsbestand von 162 Milliarden Euro
  • Windkraft-Tochter Gamesa zurück in Gewinnzone
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 245 Euro

Siemens Energy hat sich wieder deutlich destabilisiert. Am Dienstag verlor der Titel wie aus dem Nichts -4,65 %. Die Aktie kommt damit auf 154,60 Euro und wird sich heute, am Mittwoch, strecken müssen. Sie kämpft technisch um ein kleines Comeback. Denn der GD100 lag ungefähr bei 162 Euro, der GD200 bei knapp 149 Euro. Damit befindet sich die Aktie nach den zuletzt betrachteten Indikatoren wieder in einem langfristigen technischen Aufwärtstrend, der aber mittelfristig betrachtet wieder in Frage gestellt worden ist.

Siemens Energy: Der langfristige Trend ist noch in Ordnung

Wirtschaftlich haben die jüngsten Quartalszahlen für eine zumindest gute Bewertung die Grundlage geliefert. Siemens Energy meldete einen sehr hohen Auftragsbestand von rund 162 Milliarden Euro. Noch wichtiger für die Stimmung war die Entwicklung bei Siemens Gamesa. Die lange problematische Windkrafttochter erreichte erstmals seit längerer Zeit wieder die Gewinnzone und verbuchte vor Sondereffekten einen Gewinn von mehr als 56 Millionen Euro.

Auch der freie Cashflow wurde mit mehr als 2 Milliarden Euro als stark beschrieben. Damit verfügt Siemens Energy über mehr finanziellen Spielraum, während der hohe Auftragsbestand für eine gute Auslastung spricht.

Siemens Energy Aktie Chart

Analysten sehen deshalb weiterhin höhere Kurse. Im Durchschnitt wurden knapp 200 Euro genannt. Einzelne Häuser liegen erheblich darüber. JP Morgan kam beispielsweise auf 245 Euro, Deutsche Bank und Bernstein auf jeweils rund 210 Euro. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die weitere Konzernentwicklung und mögliche strukturelle Veränderungen. An der grundsätzlich positiven Bewertung hat dies bislang allerdings wenig geändert. Jetzt geht der Kampf um die Deutungshoheit los: Haben die Märkte mit ihrer immensen Skepsis Recht oder etwa die Analysten mit ihren Kurszielen, die bis zu annähernd 100 Euro höher liegen?

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