Auch die Siemens-Aktie konnte am Dienstagvormittag in einem freundlichen Marktumfeld Zugewinne verzeichnen. Konkret ging es für den Dax-Titel um 1,3 % auf 263,9 Euro nach oben. Das 1-Monats-Plus verbesserte sich damit auf +7,7 % (Stand: 19.05.2026, 10:15 Uhr).
Derweil hat der Technologiekonzern kürzlich bekannt gegeben, dass das deutsche Start-up H2 Core Systems die Softwareplattform Siemens Xcelerator einsetzt, um modulare Wasserstoff-Energiesysteme schneller zu entwickeln und herzustellen. H2 Core Systems wurde 2019 in Heide gegründet und stellt kompakte Anlagen her, die grünen Wasserstoff erzeugen, speichern und bei Bedarf wieder in Strom umwandeln.
Siemens-Aktie: Halbierte Produktionszeit dank digitalem Entwicklungsprozess
Mithilfe der Siemens-Software Designcenter X Solid Edge konnte H2 Core Systems seine Produktionszeit um 50 Prozent verkürzen und die Design- und Anpassungszyklen um 20 Prozent beschleunigen. Das Unternehmen erzielte damit eine Gesamtwachstumsrate von 70 Prozent.
Der digitale Entwicklungsprozess ermöglicht es, Produkte vollständig in drei Dimensionen zu entwerfen und zu visualisieren, bevor überhaupt ein physisches Bauteil gefertigt wird. Ergänzend dazu setzt H2 Core Systems die cloudbasierte Kollaborationssoftware Teamcenter Share ein, mit der Vertrieb, Entwicklung und Produktion standortübergreifend zusammenarbeiten.
CEO Ulf Jörgensen erklärte, die vollständig digitalisierte Zusammenarbeit sei Voraussetzung dafür, schnell und flexibel auf individuelle Kundenanforderungen reagieren zu können – und damit letztlich die Markteinführungszeit erheblich zu verkürzen.
Siemens-Aktie: Von der deutschen Heide bis nach Niger
Als konkretes Anwendungsbeispiel nannte Siemens ein kürzlich abgeschlossenes Projekt, bei dem H2 Core Systems ein vollständig autarkes Energiesystem für eine Schule im westafrikanischen Niger gebaut hat. Das System nutzt Sonnenenergie, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Der Wasserstoff wird gespeichert und kann bei Bedarf wieder in Strom umgewandelt werden – ganz ohne Dieselgeneratoren und ohne Abhängigkeit von lokalen Stromnetzen.
Zur Einordnung: Die Kooperation zeigt, wie Siemens seine Softwaresparte gezielt als Enabler für Unternehmen der Wasserstoffbranche positioniert – einem Wachstumssegment, das für Siemens Digital Industries zunehmend strategische Bedeutung hat. Für den Konzern sind solche Partnerschaften mit jungen Technologieunternehmen ein wichtiger Hebel, um das Xcelerator-Ökosystem auszubauen und wiederkehrende Softwareerlöse zu generieren.
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