Siemens und NVIDIA haben am Donnerstag gemeinsame Entwicklungen für das Chipdesign vorgestellt. Nach Angaben von Siemens lassen sich mit industrieller KI bis zu 50-mal mehr Chipentwürfe untersuchen und Vorhersagen zur Produktleistung bis zu 1.000-mal schneller erstellen.
Schnellere Entwicklung und autonomere Fertigung
Die vertiefte Zusammenarbeit der beiden Unternehmen umfasst neben dem Chipdesign auch Engineering und Fertigung. Siemens stellte am 19. Oktober im Elektronikwerk Erlangen gemeinsam mit NVIDIA KI-Lösungen für autonomere Fabriken vor.
Der vollständig virtuelle Produktionsanlauf soll den Engineering-Aufwand nach Unternehmensangaben um bis zu 85 Prozent senken. Agentenbasierte Produktionsplanung soll zudem Kosteneinsparungen von bis zu 20 Prozent ermöglichen. Siemens verbindet die vorgestellten Anwendungen damit mit konkreten Erwartungen an einen geringeren Entwicklungsaufwand und niedrigere Produktionskosten.
Investition und langfristiger Bahnauftrag
Am 14. Oktober kündigte Siemens eine strategische Investition in Skeleton Technologies sowie eine exklusive Partnerschaft an. Siemens erhält das Exklusivrecht, Skeleton-Produkte im Rechenzentrumsmarkt zu vertreiben und zu skalieren. Die Vereinbarung soll das Rechenzentrumsportfolio erweitern.
Einen Großauftrag erhielt Siemens Mobility am 15. Oktober aus Niedersachsen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und der Regionalverband Großraum Braunschweig bestellten 113 dreiteilige Mireo-Plus-B-Batteriezüge. Das Paket umfasst außerdem Instandhaltung und Depots und hat einen Wert von über zwei Milliarden Euro.
Zum Auftrag gehört ein Servicepaket mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Darüber hinaus bestehen Optionen auf bis zu 132 weitere Züge. Die Bestellung verbindet damit die Lieferung der Batteriezüge mit einer langfristigen Betreuung durch Siemens Mobility.
Als nächster angekündigter Veröffentlichungstermin für die Geschäftszahlen des vierten Quartals im Geschäftsjahr 2026 steht der 12. November an.
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