Siemens hat am Donnerstag angekündigt, Siemens Healthineers 2027 abzuspalten und zu entkonsolidieren. Reuters berichtete gestern von branchenübergreifenden Verlusten an den europäischen Aktienmärkten vor dem Hintergrund der Unsicherheit um KI-Aktien. In diesem schwachen Marktumfeld verlor die Siemens-Aktie gestern 2,9%.
Abspaltung und Übernahme prägen den Konzernumbau
Die geplante Abspaltung und Entkonsolidierung soll den Aktionärsversammlungen im Februar 2027 zur Zustimmung vorgelegt werden. Nach der Ankündigung von Siemens soll Siemens Healthineers außerdem seinen Namen in Healthineers ändern.
Im Bahngeschäft hat Siemens dagegen eine Übernahme abgeschlossen: Am Mittwoch meldete das Unternehmen den Vollzug des Erwerbs mehrerer Kerngeschäfte der italienischen MERMEC Group. Die übernommenen Geschäftsbereiche gehören nach Unternehmensangaben zu Siemens Mobility.
Gestern eröffnete Siemens zudem ein neues Bahn-Infrastruktur-Technologie- und Innovationszentrum im britischen Chippenham. Das Unternehmen bezifferte die Investition auf 115 Millionen Euro. Nach Angaben von Siemens sichert der Standort 800 lokale Arbeitsplätze.
Deutsche Bank verweist auf gemischte Signale
Deutsche Bank Research beließ Siemens gestern bei „Hold“ und nannte ein Kursziel von 270 Euro. Analyst Gael de-Bray verwies auf gemischte Signale aus den Geschäftszahlen von Wettbewerbern im Automatisierungsgeschäft. Zugleich hob er einen weiterhin starken Auftragstrend bei Siemens in der Elektrifizierung hervor.
Eine weitere Initiative im Bahngeschäft stellte Siemens Mobility am Dienstag gemeinsam mit Lufthansa Technik Defense vor. Die Unternehmen planen eine schienengebundene Lösung für medizinische Evakuierungen. Der Zug soll laut Siemens mehr als 150 Patienten transportieren können.
Am Montag stellte Siemens Digital Industries außerdem eine neue ELV-Antriebslösung für fahrerlose Transportsysteme und mobile Robotik vor. Sie besteht aus dem Sinamics-E210-Umrichter und Simotics-E-1EE1-Servomotoren.
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